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Investor soll jetzt über bundesweite Ausschreibung gefunden werden

Stadt geht neuen Weg zur Verpachtung des Hochzeitshauses

Hameln (ni). Die Stadt Hameln hat ein Kleinod anzubieten – doch die Interessenten stehen trotzdem nicht Schlange. Ein Pächter, der das prächtige Hochzeitshaus nach der Erlebniswelt-Pleite mit hochwertiger Gastronomie wiederbeleben möchte, ist bislang nicht in Sicht.

veröffentlicht am 23.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.11.2012 um 18:42 Uhr

Stehen leer: Die ehemaligen Räume der Erlebniswelt Renaissance i
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Der eine oder andere Bewerber aus der Region hat sich das Haus inzwischen angesehen; Verhandlungen mit der realistischen Aussicht auf einen guten Abschluss scheinen daraus allerdings noch nicht erwachsen zu sein. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass sich die Verwaltung jetzt auf dem Weg einer bundesweiten Ausschreibung auf die Suche nach einem geeigneten Investor machen will. Wobei geeignet im Sinne der Stadt heißt: Wer sich als Gastronom für die ehemaligen EWR-Räume im Erdgeschoss und in der ersten Etage bewirbt, sollte nicht nur ein überzeugendes Konzept, sondern nach Möglichkeit auch 650 000 Euro mitbringen. Soviel würde es nach einer Kalkulation der Stadt nämlich kosten, die beiden Etagen für die Bewirtung von Gästen überhaupt erst einmal brauchbar zu machen.

Zurzeit arbeitet die Verwaltung an dem Text für die Ausschreibung. „Alles muss rechtlich einwandfrei sein“, so die Verwaltung; selbst das städtische Rechnungsprüfungsamt sei in diesen Akt eingebunden. Voraussichtlich im Mai soll die Veröffentlichung in der gastronomischen Fachpresse, auf einschlägigen Internetplattformen sowie in der regionalen Presse erfolgen.

Noch ist man im Rathaus zuversichtlich, dass die Ausschreibung den gewünschten Erfolg bringt. Schließlich handle es sich beim Hochzeitshaus um ein wunderschönes Gebäude an einem für die gastronomische Nutzung allerbesten Standort. Der zurzeit allerdings mit einem kleinen Makel behaftet ist. Nämlich dem der Beeinträchtigungen, die mit der Neugestaltung der Fußgängerzone unweigerlich verbundenen sein werden.

Ein Blick in den städtischen Haushalt zeigt: Die Stadt Hameln hat zumindest nicht vor, das Geld für den unumgänglichen Umbau im Inneren des Hochzeitshauses selbst in die Hand zu nehmen. Sonst hätte der Betrag von 650 000 Euro als beabsichtigte Investitionen im Etat 2010 verankert werden müssen. Das ist jedoch nicht der Fall. Sollte sich die Hoffnung auf einen gleichermaßen finanzstarken wie zahlungswilligen Investor allerdings nicht erfüllen, bliebe der Stadt als Eigentümerin des Hauses nur die Alternative zwischen weiterem Stillstand und eigenem finanziellen Engagement. Denn ein Pächter mit vielversprechendem Konzept, aber ohne das notwendige Kapital, könnte nur einsteigen, wenn die Stadt ihm bei den Umbaukosten entgegenkommt. Ob sie dazu unter Umständen bereit und in der Lage wäre, hätte die Politik zu entscheiden. Sie müsste die Mittel für die Investition im Nachtragshaushalt bewilligen.



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