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Festsaal und Hameln-Bezug statt „McDonald’s auf Spanisch“ / Gründung in den nächsten Wochen

Neuer Verein soll das Hochzeitshaus retten

Hameln (fh). Der Vorschlag steht schon seit einiger Zeit im Raum: Das Hochzeitshaus – entkernt für die Erlebniswelt Renaissance und seitdem weitgehend verwaist – soll umgebaut werden zu Hamelns guter Stube. Mit einem repräsentativen Saal, nutzbar etwa für Feiern der Hochschule, Ratssitzungen und gehobene Kulturveranstaltungen. Die Idee trifft auf viel Sympathie und zugleich auf einen großen Vorbehalt: Leisten kann sich die klamme Stadt einen solchen Umbau nicht. Nun soll ein Verein gegründet werden – mit dem Ziel, das Projekt finanziell möglich zu machen.

veröffentlicht am 17.01.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 24.05.2013 um 13:05 Uhr

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Ein Arbeitskreis des Hamelner Museumsvereins hatte bereits im vergangenen Jahr sein Wunschkonzept für das Gebäude vorgestellt. Als Gegenmodell etwa zu den „Bar-Celona“-Entwürfen, die Klaus-Dieter Thöm, einen der engagierten Hamelner, von einem „McDonald’s auf Spanisch“ sprechen lassen.

Ein großer Festsaal im heutigen zweiten und dritten Stock ist der Kern der Überlegungen des Arbeitskreises. Ein Saal, wie es ihn historisch schon einmal an der Osterstraße gegeben hat, genauer: bis ins Jahr 1721. Nun ist dieses Projekt der Rückbesinnung einen Schritt weiter.

Formal wurde die Gründung des „Bürgervereins Hochzeitshaus e. V.“ auf den Weg gebracht, der letztlich vor allem den Zweck haben wird, Spendengeld für den fälligen Umbau zu generieren. Das Finanzamt Hameln habe die Gemeinnützigkeit des Vereins bereits anerkannt, erklärten Thöm und sein Mitstreiter Helmut Griep gestern. Griep wird zunächst Vorsitzender des Vereins, Thöm sein Stellvertreter. „In dieser Woche gingen die Unterlagen zum Notar“, sagte der ehemalige BHW-Justiziar Thöm.

Das „große Fanal“, wie Thöm sagt, die eigentliche Vereinsgründung, soll jedoch erst in den kommenden Wochen folgen. Erst dann werden Details zur Mitgliedschaft (das Ziel: „so viele Mitglieder wie möglich“) wie auch zu Spenden veröffentlicht. Zudem will man keineswegs Einzelkämpfer bleiben. Politik und Stadt sollen in das Projekt eingebunden werden.

Auch Fördergeld sei als Finanzierung des Umbaus denkbar, hatte der Arbeitskreis, aus dem nun der Verein erwächst, bereits angedeutet. Nur an Investitionen vom eigentlichen Hausherrn des Hochzeitshauses, der verschuldeten Stadt, glauben die Vereinsgründer nicht.

Ihre Vision für das Hochzeitshaus ist bereits recht weit gediehen: Im Erdgeschoss, dort, wo seit Sonntag Hundertwasser-Grafiken zu sehen sind, sollen heimische Themen Einzug halten. Beispielsweise Stücke aus dem Fundus des Museums oder auch das Musical „Rats“ als Video oder überdachte Sonderaufführung könnten hier gezeigt werden, schlagen die Initiatoren des Bürgervereins vor. Denn Bezug zu Hameln, kritisiert Thöm, habe weder die Jeans- und Kunstausstellung „Umweltschrei“ im vergangenen Jahr noch die derzeitige Schau aus dem Werk des österreichischen Künstlers.

Repräsentativer Saal statt Gastronomie – so die Vision der Initiatoren des „Bürgervereins Hochzeitshaus“.

Foto: Wal



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