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Zustimmung zum FDP-Antrag: Hameln soll mit dem Landkreis Gespräche über einen Ratssaal führen

Jetzt wollen (fast) alle im Hochzeitshaus tagen

Hameln (CK). Ein Ruck soll, nein, nicht unbedingt durch Deutschland, aber doch durch den Hamelner Rat gehen. Meint jedenfalls Hans Wilhelm Güsgen, Fraktionsvorsitzender der FDP. Die hatte beantragt, dass der Rat mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont über die gemeinsame Nutzung und Umgestaltung des Hochzeitshauses zu verhandeln. Ziel: die Schaffung eines Ratssaals, und zwar sowohl für Sitzungen des Rates als auch des Kreistages. Außerdem sollen hier, so stellt es sich die FDP vor, repräsentative Veranstaltungen, auch von Schulen oder Vereinen, stattfinden.

veröffentlicht am 22.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.11.2012 um 18:29 Uhr

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Das Ganze allerdings steht unter einem Vorbehalt, nämlich dem der finanziellen Realisierbarkeit. Sollte sich noch während der Planungsphase eine „seriöse und nachhaltige wirtschaftliche Nutzung“ des Hochzeitshauses auf andere Weise ergeben, ist ein Rücktritt von diesem Projekt geplant. Als Zeitfenster wird der Herbst genannt, die Bevölkerung, so heißt es, sei „in geeigneter Weise“ mit einzubeziehen.

Herbert Habenicht war es, der diesen Antrag der Liberalen begründete. Alle hätten sich sehr bemüht, eine Nutzung für das leer stehende Hochzeithaus zu finden, lobte er. Vergeblich indessen waren diese Bemühungen. „Die FDP traut sich jetzt“, so Habenicht, der zugleich darauf hinwies, dass einer allein das nicht schultern könne. Mit einem repräsentativen Saal, an dem sich der Landkreis beteilige, könne aber ein Zeichen gesetzt werden, als Symbol für Demokratie nah am Bürger. „Auch das ist übrigens ein Teil der Altstadtsanierung“, sagte Habenicht, der zugleich betonte, wie wichtig es sei, dass dann endlich einmal Stadt und Kreis gemeinsam ein Problem angingen.

Für die CDU sicherte deren Fraktionschef Claudio Griese der FDP Unterstützung zu, räumte aber zugleich ein, dass es dringendere Probleme in Hameln gebe, und forderte vor allem eine „Gesamtlösung für das Hochzeitshaus. Andererseits glaubt er, dass der Kreis nach der EWR-Pleite schon moralisch ein Stück weit in der Pflicht wäre, sich an dem Projekt zu beteiligen. „Alle sind hier in der Verantwortung“, mahnte Güsgen, widersprach Griese aber insofern, als er das „Gesamtkonzept“ nicht zur Bedingung machen wollte. „Stehen wir doch zu diesem Ratssaal“, ermunterte er die Ratskollegen.

Während auch die SPD den Liberalen Unterstützung signalisierte, goss Ursula Wehrmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen, Wasser in den Wein. „Wir stimmen Ihrem Antrag zu, aber nur deshalb, damit es Gesprächsangebote zwischen Stadt und Landkreis gibt“, so die Grüne in Richtung FDP. Einen Repräsentationsraum im Hochzeitshaus hält sie jedenfalls für wünschenswert, stellt zugleich aber dessen Notwendigkeit infrage. „Schließlich brauchen wir auch Geld dafür.“

Am Ende dann das Ergebnis: Es gab eine Enthaltung und Gegenstimmen von Jörgen Sagawe und Peter Kurbjuweit (Piraten/Linke); alle anderen stimmten zu, dass die Stadt mit dem Landkreis in entsprechende Gespräche eintritt.

Hier im Hochzeitshaus könnte ein Ratssaal entstehen – jetzt soll die Stadt mit dem Kreis darüber verhandeln.



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