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Abgeordnete äußern sich zum Vorschlag der FDP-Fraktionen

Hochzeitshaus-Idee der Liberalen findet geteiltes Echo

Hameln (jch). Nachdem die FDP-Fraktionen der Stadt Hameln und des Landkreises Hameln-Pyrmont die Diskussion über den Umbau des Hochzeitshauses zum Rats- und Veranstaltungssaal mit einem Positionspapier neu angeschoben haben, reagieren die anderen Fraktionen in Rat und Kreistag gemischt auf den Vorschlag.

veröffentlicht am 01.12.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 24.05.2013 um 13:04 Uhr

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Claudio Griese, Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten im Rat der Stadt Hameln, hält die Ideen der FDP zum Hochzeitshaus „für einen interessanten Vorschlag“. Die Überlegung sei zwar nicht ganz neu, aber dennoch gut. „Man sollte eine Gesamtnutzung des Gebäudes anstreben“, sagt Griese, der die Zusammenarbeit von Kreis und Stadt in dieser Angelegenheit für richtig und wichtig hält.

Deutlich anders positioniert sich Ursula Wehrmann von den Grünen: „Es ist nicht sinnvoll, über das zu reden, was wünschenswert, aber nicht finanzierbar ist.“ Es sei in der vergangenen Wahlperiode ausgiebig über dieses Thema debattiert worden. Am Ende sei klar gewesen, dass für ein solches Projekt kein Geld zur Verfügung stehe, „so schön es auch wäre, die Sitzungen dort abhalten zu können“, sagt Wehrmann. Man solle nun nicht wieder damit beginnen, ein Thema zu diskutieren, dessen Ende bereits feststehe, so die Grünen-Politikerin. Im Kreistag ist man vorsichtig beim Thema Hochzeitshaus. CDU-Fraktionsvorsitzender Otto Deppmeyer hält ein solches Projekt für schwierig, denn: „In Zeiten, in denen wir freiwillige Leistungen aus Kostengründen mehr und mehr zurückfahren, lässt sich eine solche Idee schlecht vertreten.“ Auch die vorgeschlagene Zusammenarbeit von Stadt und Kreis hält Deppmeyer eher für hinderlich, als für förderlich. „Das Hochzeitshaus ist eine Hamelner Angelegenheit und nur Hameln ist dafür zuständig.“ Zunächst solle sich der neue Rat der Stadt zu dem Thema positionieren, bevor die Christdemokraten im Kreis dieses Feld beackern, so Deppmeyer.

Ulrich Watermann, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im neu gewählten Kreistag, ist skeptisch ob des neuen Nutzungsvorschlages seiner Kollegen aus dem liberalen Lager. Er sei nicht absolut dagegen, denke aber, das diese Idee „nicht der Weisheit letzter Schluss“ sein könne. Die FDP-Idee „kann eine Überlegung sein, wenn einem sonst gar nichts mehr einfällt“, so Watermann. Er wolle das Konzept in seiner Gruppe zur Diskussion stellen. Die Standpunkte der politischen Vertreter lassen erahnen, dass die Diskussion um das Hochzeitshaus nicht in großer Eintracht geführt werden wird. Zumindest rückt der FDP-Vorstoß das Thema aber wieder in den Fokus.

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  • O. Deppmeyer
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  • U. Watermann
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  • C. Griese


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