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Ausstellung zeigt im kommenden Jahr fünf Monate lang Werke des österreichischen Künstlers

Hochzeitshaus wird zum Hundertwasser-Haus

Hameln (fh). Die große Lösung ist für das Hochzeitshaus noch immer nicht in Sicht, ein großer Name hingegen schon. Zu Beginn des nächsten Jahres zieht ein kulturelles Schwergewicht in das weitgehend verwaiste Gebäude ein. Eines, das dem Weserrenaissance-Schmuckstück vermutlich gerne zu Schnörkeln und Zwiebeltürmchen verholfen hätte: der Wiener Friedensreich Hundertwasser.

veröffentlicht am 29.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 24.05.2013 um 13:13 Uhr

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Vom 13. Januar bis zum 7. Juni 2013 sollen 80 bis 90 Grafiken und zahlreiche weitere Ausstellungsstücke – Fotos, Handschriften, Briefmarken („das komplette Oeuvre“) und vieles mehr – in Hameln präsentiert werden, kündigte gestern Kerstin Rupin-Friedrichs vom Veranstalter „ExtraMax Art Exhibitions“ an. „Man wird sich zwei bis zweieinhalb Stunden in der Ausstellung aufhalten können“, schätzt sie. Gestern lüftete sie gemeinsam mit Harald Wanger, Chef der Hameln Marketing und Tourismus GmbH, und Oliver Meinecke, zuständig für die Hallen-Vermietungen, das Geheimnis um den neuen „Zwischenmieter“.

Das Unternehmen „ExtraMax“ ist nicht neu in Hameln: 2006 präsentierte die Firma aus Kranenburg am Niederrhein ihre Ausstellung „Der unbekannte Dalí“ im Weserbergland-Zentrum, im Jahr darauf „Leonardo da Vincis Maschinen“ im Hamelner Kunstkreis. 6000 bis 7000 Besucher hätten Dalí im Weserbergland-Zentrum sehen wollen, erinnert Wanger. Wie viele Besucher man nun in der Ausstellung mit Werken des österreichischen Malers, Graphikers und „Architekturdoktors“ erwartet, lassen die Veranstalter – wie auch die Frage nach Ausgaben oder Mieteinnahmen – offen. 6,50 Euro wird der Eintritt für Erwachsene kosten.

Anknüpfungspunkte für Marketing und Handel sieht Rupin-Friedrichs in jedem Fall reichlich: Sie berichtet von Handarbeitsläden, die an einer früheren Station der Ausstellung Hundertwasser-Wolle oder Strickkurse zu Ehren des Wollsockenträgers angeboten hätten; von Hundertwasser-Schaufenstern und Hundertwasser-Pralinen. „Ein Koch hat sogar eine Zwiebelturmsuppe gekocht.“ „Zwiebelturmsuppe“ heißt ein Gemälde des im Jahr 2000 verstorbenen Künstlers. Für das Tourismusjahr 2013 sei Hundertwasser „ein schöner Baustein, mit dem man punkten kann“, ist Wanger überzeugt. Bisher liegt die niedersächsische Pilgerstätte für Hundertwasser-Fans gut 150 Kilometer von Hameln entfernt in Uelzen. Dort gestaltete der Künstler den Bahnhof um.

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Wie es nach der Hundertwasser-Ausstellung im Hochzeitshaus weitergeht, ist noch offen. Ein Problem, mit dem sich die HMT bei der Vermietung konfrontiert sieht: Der Leerstand ist nicht zuverlässig. „Mancher Ausstellungsmacher möchte gerne schon für 2015 buchen“, sagt Wanger. Das sei nicht machbar. Schließlich wolle man einer Gesamtlösung des Problems Hochzeitshaus nicht im Wege stehen.

Hundertwassers „Testament in Gelb“ ziert das Plakat zur Hundertwasser-Ausstellung, das gestern (v. li.) Oliver Meinecke, Kerstin Rupin-Friedrichs und Harald Wanger präsentierten.

Foto: Namida AG, Glarus/Schweiz



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