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Arbeitsgruppe des Museumsvereins präsentiert Konzept / Thematische Verankerung mit der Region

Feste und Pfeifer fürs Hochzeitshaus

Hameln (geö). Der Arbeitskreis des Museumsvereins trägt den hoffnungsvollen Namen „Zukunft des Hochzeitshauses“ und hat seit Januar dieses Jahres nach einer Lösung des noch immer verwaisten Renaissancebaus im Herzen der Stadt gesucht. Gestern lüfteten die sieben Mitglieder dieser Ideenwerkstatt das Geheimnis und präsentierten ihre Pläne: Das Konzept knüpft im Wesentlichen an die Vergangenheit des Hochzeitshauses an, in dem in früheren Zeiten Feste aller Art gefeiert wurden. „Wir empfehlen für die beiden ersten Geschosse die Wiedereinrichtung eines repräsentativen Saales, wie er bis in die Neuzeit bestanden hat“, so Helmut Griep. Solch ein Saal könnte für Empfänge, für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und für herausragende Ereignisse der Hochschule Weserbergland genutzt werden. In den weiteren zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten soll ein touristisches Angebot eingerichtet werden: Vorgeschlagen werden Video-Darstellungen zu Themen wie die Geschichte der Stadt Hameln, Filme zu „Rats“ und den Rattenfängerspielen, Figuren der Märchenstraße, Sonderausstellungen beispielsweise zu Kirchen und Klöstern der Romanik im Weserbergland oder zur Entwicklung der Weserrenaissance im Weserbergland. Als zwischenzeitliche Nutzung für das Erdgeschoss sind ständige Vorführungen von kurzen Videofilmen über das Rattenfänger-Freilichtspiel oder zur Historie der Stadt vorgesehen – zumindest solange keine Wanderausstellungen hier stattfinden. „Wir müssen stärker unser Alleinstellungsmerkmal, die Rattenfängersage, in den Mittelpunkt rücken“, betont der Marketingexperte Peter Jacob. Die derzeitig im Hochzeitshaus laufende Ausstellung „Der Umweltschrei“ empfindet die Arbeitsgruppe als „unwürdig“ für solch ein bedeutsames Gebäude. Vielmehr solle sich das Hochzeitshaus als ein „wissenschaftlich-kulturelles Zentrum“ im Weserbergland etablieren. Und es soll mit Themen zum Leben erweckt werden, die mit der Region verbunden sind. Einer rein gastronomischen Nutzung wird eine Absage erteilt. Einen Glasanbau für eine „Bar Celona“ werde der Denkmalschutz nicht genehmigen. „Der Arbeitskreis möchte eine Plattform und die Voraussetzungen für einen Förderverein schaffen, um die Zukunft des Hochzeitshauses in unserem Sinne zu beeinflussen“, erklärt Museumsvereinsvorsitzender Klaus Arnold. Und dafür sollen viele Akteure, auch Sponsoren, ins Boot geholt werden.

veröffentlicht am 20.11.2012 um 18:34 Uhr
aktualisiert am 07.01.2016 um 17:10 Uhr

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