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Statt Gastronomie soll Tourismuscenter einziehen

Dinieren im Hochzeitshaus? Die Bürgerliste ist dagegen

Ein Edelrestaurant im Hochzeitshaus brächte Hameln „keine Ergänzung des Angebotes“, ist Fritz Rieger von der Bürgerliste überzeugt.

veröffentlicht am 29.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.11.2012 um 18:41 Uhr

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Foto: Dana

Hameln (ni). „Wir sind dagegen, dass Gastronomie ins Hamelner Hochzeitshaus kommt.“ Fritz Rieger, Fraktionschef der Bürgerliste, hält gar nichts davon, den Renaissancebau im Herzen der Altstadt nach der Erlebniswelt-Pleite durch ein Restaurant der gehobenen Art neu zu beleben und macht einen Gegenvorschlag: Das Tourismuscenter soll in die leeren Räume der ehemaligen Erlebniswelt Renaissance umziehen.

Rieger kritisiert, dass die Weichen für die künftige Nutzung des Hochzeitshauses sozusagen hinter verschlossenen Türen gestellt wurden. Das Thema sei zu wichtig, als dass es nur in interfraktioneller Runde besprochen werden dürfte – was in diesem Fall aber geschehen sei. Der Bürgerlisten-Chef will es auf die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Sitzung des Bauausschusses bringen und fordert außerdem, der Rat müsse über die Nachnutzung entscheiden.

„Wir haben in Hameln genug gastronomische Betriebe und viele davon sind in historischen Häusern untergebracht.“ Noch ein Restaurant in noch einem historischen Bau brächte darum „keine Ergänzung des Angebotes“. Das Alleinstellungsmerkmal des Hochzeitshauses als Herzstück der Weserrenaissance sollte nach Auffassung der Bürgerliste dadurch hervorgehoben werden, dass es in den Dienst des Tourismus gestellt und zum Anlaufpunkt für alle Hameln-Besucher werde.

„Das Tourismuscenter im Hochzeitshaus unterzubringen wäre ideal“, ist Rieger überzeugt. Radwanderer könnten es gut erreichen; die Bustouristen müssten sich nicht unnötig lange „an dem wenig attraktiven Sammelpunkt“ außerhalb des Altstadtringes aufhalten, sondern würden gleich Kurs auf die Osterstraße nehmen. Für das Das Infocenter an der Deisterallee, so Rieger, sollte die Stadt im Gegenzug einen Abnehmer suchen. Und falls sich das Gebäude nicht für gutes Geld vermarkten lasse, „ihn meinetwegen auch für einen Euro verkaufen“. Der Verlust würde sich nach Riegers Rechnung schnell auszahlen. Denn wenn die Stadt dieses Gebäude los wäre, behauptet der Bürgerlistenchef, „dann spart sie jedes Jahr 400 000 Euro. So viel müssen wir nämlich zubuttern für Abzahlung des Baukredites. Reparaturen und Unterhalt des Glaskastens“.



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