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Während der Saison soll Hochzeitshaus für Ausstellung ohne „hohe Ansprüche“ genutzt werden

Bürgerliste fordert provisorisches Museum

Hameln. Unter der Verzögerung für die Neueröffnung des Hamelner Museums will die Bürgerliste weder Einwohner noch Touristen der Rattenfängerstadt leiden lassen. Rieger & Co. fordern deshalb „im Eiltempo“ ein Übergangsprogramm und haben gestern einen entsprechenden Antrag ins Rathaus geschickt. Darin schlägt die Ratsfraktion eine Ausstellung über die Rattenfänger-Sage und „eine kleine zeitgeschichtliche Darstellung der Stadt Hameln“ vor.

veröffentlicht am 16.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 26.05.2017 um 13:13 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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„Dafür ist das leerstehende Hochzeitshaus bestens geeignet. Und falls das nicht gehen sollte, kommt auch die ehemalige Rossmann-Filiale am Grünen Reiter infrage. Beides würde die Osterstraße auf jeden Fall beleben“, sagt Albrecht Garbe. Die Bürgerliste hofft, dass über ihren Antrag bereits in der kommenden Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag kommender Woche beraten und entschieden wird. „Denn es ist Eile geboten; die Saison steht vor der Tür“, begründet Fraktionschef Fritz Rieger.

Bis zur Wiedereröffnung des Museums soll nach den Vorstellungen der Bürgerliste „mit kleinem Aufwand und gegen eine geringe Gebühr“ dem Hameln-Besucher ein Angebot gemacht werden, um von montags bis sonntags Wissenswertes aus der Stadtgeschichte zu erfahren. „Ausdrücklich beantragen wir, keine Begründung zu hören, warum eine solche Ausstellung nicht möglich ist“, heißt es wörtlich. Zudem bittet die Bürgerliste die übrigen Ratsmitglieder – und dabei insbesondere die Mehrheitsgruppe – „von der in der Vergangenheit dargestellten Totalverweigerung unserer Anträge abzusehen und zum Gelingen des Projekts beizutragen“. Dabei hofft Garbe: „Vielleicht gibt es ja einmal einen Antrag der Bürgerliste, der auch durchgeht.“

In diesem Zusammenhang erinnern Rieger und Garbe daran, dass es vor ein paar Jahren bereits eine ähnliche Ausstellung zur Festungsanlage in der Pfortmühle gegeben habe. „So etwas kurzfristig umzusetzen, sollte überhaupt kein Problem sein“, meint Garbe und Rieger ergänzt: „Das Museum hat so viele Teile, die seit Jahren in Kisten modern. Die könnten ausgestellt werden. Jeder Gast wird Verständnis für ein kleines Angebot aufbringen, wenn der Hintergrund bekannt ist.“

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Nicht gut zu sprechen sind Rieger und Garbe auf die Verwaltung. „Wir wollen die Bürger und die Politik mitnehmen. Es muss keine hochwissenschaftliche Ausstellung sein, sondern es reicht eine Zwischenlösung. Priorität muss die Fertigstellung des Museums haben. Aber es geht nicht an, im Rathaus Maulkörbe zu verhängen und dann auch noch die Politik zu übergehen“, sagt der Fraktionschef der Bürgerliste in Richtung Oberbürgermeisterin und ihrer Informationspolitik zu den Verzögerungen im Museum. Und Garbe beklagt: „Wir haben in Hameln bald eine selbstverwaltete Selbstverwaltung.“ Nicht zuletzt deshalb sähe es die Bürgerliste gern, wenn die Stadt das Museum an den rund 700 Mitglieder zählenden Museumsverein übergäbe. „Das ist in anderen Städten längst der Fall und klappt hervorragend“, unterstreicht Garbe.

Die Fraktion hofft nun, dass ihr Antrag eine Mehrheit findet und der Vorschlag möglichst schnell in die Tat umgesetzt wird. Fritz Rieger: „Jugendwerkstatt und Impuls haben Lastwagen. Damit entrümpeln sie Wohnungen. Dann können sie auch ein paar Exponate ins Hochzeitshaus bringen. Unter gesamtwirtschaftlichen Aspekten muss eine Ausstellung zum Saisonauftakt möglich sein.“

Weil sich die Neueröffnung des Museums verzögert, will die Bürgerliste das Hochzeitshaus kurzfristig für eine Sonderausstellung zur Stadtgeschichte während der Touristensaison genutzt wissen.

Nach Meinung der Bürgerliste könnte auch die ehemalige Rossmann-

Filiale an der Osterstraße für eine provisorische Ausstellung genutzt werden.

Fotos: Dana



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