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Haverbecker sind mit dem Vorhaben der Stadt nicht einverstanden / Bürgerversammlung am Montag

Widerstand gegen neue Pläne für Windräder

Haverbeck (bha). „So nicht“, meinen etliche Haverbecker und kündigen Widerstand gegen die Pläne der Stadtverwaltung Hameln an. Dass es eine weitere Fläche für Windkrafträder in Sichtweite ihres Ortes geben soll, damit hatten sich die Bewohner mittlerweile abgefunden. Dass jetzt aber die Entscheidung für eine andere Fläche als für die bislang zur Diskussion stehende gefällt wurde, verärgert sie. Mit selbst gemachten Flugblättern machen sie auf die Pläne aufmerksam und wollen möglichst viele Haverbecker zu einer öffentlichen Bürgerversammlung am Montag zusammenzutrommeln. Auch der Ortsbürgermeister Thorsten Sander (CDU) wundert und ärgert sich über die neuen Pläne, die von Uwe Schoormann (SPD) im Hamelner Stadtrat angezettelt wurden.

veröffentlicht am 06.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 23.04.2015 um 11:57 Uhr

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Bislang war immer die Rede davon gewesen, dass eine Vorrangfläche für Windkraftanlagen südöstlich von Haverbeck ausgewiesen werden könnte. Ende November aber wurden diese Pläne plötzlich über den Haufen geworfen; ein zweites Gebiet (diesmal südwestlich von Haverbeck) bekam jetzt den Vorrang. Statt der Fläche M soll es die 8,5 Quadratmeter-Fläche L sein, auf der vor allem den Anwohnern des Baugebietes „Auf dem Berge“ der Blick in die Landschaft verstellt würde, sollten dort Windkraftanlagen entstehen. „Schoormann macht doch, was er will“, schimpft Sander gegen den Sprecher der Mehheitsgruppe aus SPD, Grünen und FDP. „Mit M können wir leben“, sagt Sander über die lange diskutierte Fläche, zu der es letztlich auch einen Ortsratsbeschluss gegeben hatte. Aber Windräder auf „L“ beinträchtigten die Haverbecker Landschaft und Bewohner viel stärker. Südöstlich könne man ohnehin schon die Windräder von Hemeringen sehen – da scheinen dann einige mehr auf Haverbecker Gebiet den Kohl nicht unbedingt fett zu machen. Stefan Biermann ist einer der Haverbecker, die den Protest unterstützen. Er hat Informationen, die zu den Windkrafträdern und Flächen zu bekommen sind, für eine Internetseite zusammengetragen. Biermann wohnt selbst „Auf dem Berge“ und möchte nicht, dass ihm und seinen Nachbarn Windrädern direkt vor die Nase gesetzt werden. Vor allem dann nicht, wenn die einst geplante Höhenbegrenzung tatsächlich wegfällt und die Nabenhöhe bei 200 Metern liegt. „Das ist eine richtige Hausnummer“, so Biermann.

Ortsbürgermeister Sander weiß um den Widerstand in seinem Ort und rechnet für Montag mit „150 bis 200 Leuten“ bei der Bürgerversammlung. Dort will der Ortsrat ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus über den Planungsstand informieren. Wolfgang Kaiser von der Stadt Hameln wird laut Sander ebenfalls dabei sein und die Anregungen und Bedenken der Haverbecker zur Flächennutzungsplanänderung mitnehmen.

Mit diesem Ausblick aus ihren Häusern wollen sich einige Haverbecker nicht anfreunden. Ob es tatsächlich so weit kommt, ist noch offen.

Fotomontage: Wal



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