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Spekulationen beendet: Staatssekretär bestätigt Haltung gegenüber Landrat

Kaserne wird keine Flüchtlingsunterkunft

Hameln. Sollen Flüchtlinge in der Linsingen-Kaserne untergebracht werden? Das Land hat gestern die Spekulationen um diese Frage beendet: Hameln sei aus dem Rennen, das bestätigte Stephan Manke, Staatssekretär im niedersächsischen Innenministerium, gegenüber Landrat Tjark Bartels. Auch Ulrich Watermann hat diese Information von Innenminister Boris Pistorius erhalten. „Hameln sei „nicht mehr auf dem Schirm“. Die Kaserne habe zwar „im Prüfkorridor“ gelegen, berichtet Watermann aus dem Gespräch, komme aber nicht in Betracht.

veröffentlicht am 01.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.06.2016 um 18:51 Uhr

Beim Landkreis hatte es zuvor Verunsicherung gegeben, da die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) dem Land die Kaserne angeboten hatte. Befürchtungen, das Land könne in letzter Minute zugreifen, machten die Runde.

„Wir stehen kurz vor Vertragsabschluss“, hatte Kreisrätin Petra Broistedt am Freitagvormittag erklärt, „wenn wir das Grundstück nicht bekommen, wird es schwierig.“ Das würde die Planung „um Jahre“ zurückwerfen. Broistedt betonte, dass man sich mit dieser Haltung nicht grundsätzlich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Hameln aussprechen wolle, sondern nur den Standort Linsingen-Kaserne für nicht geeignet halte.

Hintergrund der Debatte um die freiwerdenden Militärgelände ist der Raumbedarf des Landes für Asylbewerber. Doch der Landkreis hat für die Kaserne bereits eigene Pläne: Hier sollen unter anderem die Standorte der Elisabeth-Selbert-Schule zentralisiert werden. Da die Planungen bereits weit fortgeschritten seien, habe man – als die Verunsicherung auftrat – den Innenminister angeschrieben und um eine Telefonkonferenz gebeten. Laut Watermann sei Hameln allerdings schon vor der Nachricht „nicht mehr erste Wahl“ gewesen, habe er von Pistorius erfahren.

Aufatmen dürften nun auch Hamelns Stadtplaner: Denn nicht nur der Landkreis hat bereits Pläne für die weitere Entwicklung gemacht. Denn zieht die Elisabeth-Selbert-Schule auf das Kasernengelände, stellt sich die Frage, wie mit den frei werdenden Flächen der Schulstandorte umzugehen ist. Insbesondere der Bereich am Langen Wall sollte nach Wünschen der Hamelner Stadtplaner aufgewertet werden. Angedacht ist dafür bereits eine Mischnutzung von Wohnungen und Gastronomie.



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