weather-image
13°
Bund bietet Gelände nicht an – weil Interessenten schon in den Startlöchern stehen

Flüchtlinge kommen nicht in die Kaserne

Hameln. Flüchtlinge auf der Linsingen-Kaserne? Das könnte mögliche Interessenten abschrecken. In den letzten Monaten wurde darüber spekuliert, ob das Land Niedersachsen das ehemalige Britengelände nutzen könnte, um Flüchtlinge unterzubringen (wir berichteten). Doch nun ist klar: Die Linsingen-Kaserne ist raus. Laut Stadtbaurat Hermann Aden hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) alle Flächen in Hameln angeboten, bei denen die Vertragsverhandlungen noch nicht allzu weit fortgeschritten sind. „Nur solche, wo kein Schadenersatz zu befürchten ist“, konkretisiert Aden. Die Linsingen-Kaserne gehöre nicht dazu. Denn mit einigen Interessenten für das Militärgelände sei man schon so weit in den Verhandlungen, dass die Stadt – müsste sie einen Rückzieher machen – ihre Glaubwürdigkeit einbüßen würde. Zudem könnten Interessenten unter Umständen Schadenersatz fordern, weil sie bereits, auf die Zusage verlassend, Geld investiert haben.

veröffentlicht am 30.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.06.2016 um 18:49 Uhr

270_008_7530079_hm103_Dana_2910.jpg

Deutliches Interesse am Areal Linsingen-Kaserne signalisiert haben sowohl der Landkreis für die Elisabeth-Selbert-Schule als auch die Technische Akademie (TA). Gerüchte, die TA drohe damit, vom Vertrag zurückzutreten, sollten Flüchtlinge auf die Kaserne kommen, wollte Geschäftsführer Frank Mauve nicht kommentieren. Aden stellt in diesem Zusammenhang aber klar: „Es kann nicht zwei Nutzungen gleichzeitig auf der Fläche geben.“

Der Landkreis übernehme voraussichtlich „fast die Hälfte“ des Geländes, im nördlichen Teil könne die TA untergebracht werden. „Da bleiben nur wenige Gebäude übrig.“ Die ehemaligen Mannschaftsunterkünfte könnten schließlich nicht doppelt belegt werden. Insofern stelle sich die Frage gar nicht, ob neben der Technischen Akademie auch noch Flüchtlinge untergebracht werden können.

Hintergrund der Debatte um Flüchtlingsunterkünfte war, dass die Stadt Hameln ihre Aufnahmequote noch nicht erfüllt hat. Das Land hatte daher bei der Bima angefragt, inwiefern eine Unterbringung in freiwerdenden Briten-Immobilien möglich sei.ant



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt