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Briten ziehen früher aus Hameln ab

Hameln (red). Der Abzug der britischen Soldaten aus Hameln nimmt konkretere Formen an. Der britische Verbindungsoffizier Ian Grant hat jetzt in einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann mitgeteilt, dass die Auflösung des in Hameln stationierten 28. Engineer Regiments bereits für Sommer 2014 geplant ist.

veröffentlicht am 08.11.2012 um 17:37 Uhr
aktualisiert am 29.05.2013 um 13:40 Uhr

Der Abschied von den Briten kommt schneller als gedacht. Ein "harter Schlag" für Hameln, sagt Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann.

Ursprünglich war der Abzug auf Oktober 2015 terminiert. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann hat mit Bestürzung auf die Mitteilung reagiert. „Die knappe Zeit macht es noch schwieriger, den Aderlass zu verkraften“, sagt die Rathaus-Chefin.

Verbindungsoffizier Ian Grant kündigt in dem Schreiben an, dass „ein geringer Teil des Regiments“ in Hameln verbleiben werde, bis die britischen Liegenschaften an die Bundesbehörden übergeben worden sind. Dies solle spätestens im März 2015 geschehen. Nach Angaben des Verbindungsoffiziers soll die britische Grundschule in Hameln zum Ende des Schuljahres 2013/14 geschlossen werden.

„Das ist ein schwerer Schlag“, kommentiert Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann die jüngste Entwicklung. Sie sorgt sich um die zivilen Arbeitskräfte, befürchtet aber auch den mit dem Abzug verbundenen Kaufkraftverlust. Für die regionale Wirtschaft gingen Aufträge verloren. „Die Briten haben in den vergangenen Jahren Millionen investiert, die den Handwerksbetrieben in der Region zugutekamen“, betont die Oberbürgermeisterin. So seien die Kasernen aufwendig saniert worden.

In Hameln sind etwa 470 britische Soldaten stationiert, hinzu kommen etwa 1000 Angehörige und britische Zivilangestellte. Die Armeeangehörigen belegen etwa 340 Wohnungen im Stadtgebiet und nutzen eine Fläche von 240 Hektar an verschiedenen Standorten. „Auch hierfür müssen Lösungen gefunden werden“, beschreibt Susanne Lippmann die Herausforderungen.

Bereits in Kürze wolle die Stadt ein Strategiekonzept "Perspektivplan Konversion" vorlegen, kündigt die Rathaus-Chefin an. Eine verwaltungsinterne Lenkungsgruppe solle unverzüglich Planungen für eine Nachnutzung der britischen Liegenschaften vorantreiben. In einem zweiten Schritt plane die Stadt ein öffentliches Forum, um die Bevölkerung einzubinden. Anschließend soll sich der Rat mit den Planungen beschäftigen.



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