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Eigentümergemeinschaft informiert über Pläne für neue Windkraftanlagen zwischen Ottenstein und Lichtenhagen

Wie geht’s weiter auf der Hochebene?

OTTENSTEINER HOCHEBENE. Was ist in Sachen Windkraft auf der Ottensteiner Hochebene geplant? Diese Frage brachte am Donnerstagabend viele Interessierte in das Feuerwehrgerätehaus nach Lichtenhagen. Nicht nur aus der Gemeinde Ottenstein, auch aus dem Pyrmonter Bereich füllten Einwohner und Lokalpolitiker die Plätze, um sich anzuhören, was die Eigentümergemeinschaft Windpark Lichtenhagen-Ottenstein GbR beziehungsweise Heinrich Timmermann und Thomas Meyer über das Thema zu sagen hatten.

veröffentlicht am 20.07.2018 um 17:48 Uhr
aktualisiert am 20.07.2018 um 21:00 Uhr

Um den Planungsstand zum Bau neuer Windkraftanlagen auf der Ottensteiner Hochebene ging es am Donnerstagabend in einer Info-Veranstaltung. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Wie bereits berichtet, wollen 53 Landeigentümer ihre Flächen zwischen Ottenstein und Lichtenhagen für den Bau mehrerer neuer Windenergieanlagen zur Verfügung stellen. Timmermann und Meyer gehen davon aus, dass in dem Areal zirka sechs Windkraftanlagen gebaut werden könnten. Eine Anlage ist als Bürgerwindanlage geplant. Als Projektpartner haben sich die Landeigentümer die Wpd AG aus Bremen ins Boot geholt, die Erfahrung bei der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb von Windenergieanlagen mitbringt.

Wie anhand des gut gefüllten Feuerwehrgerätehauses abzulesen war, bestand Interesse an dem Thema. Die Wortmeldungen blieben allerdings überschaubar. Unter anderem gab es eine kräftige Bekundung für die Windkraft und andererseits jemanden, der sich durch bestehende Anlagen belästigt fühlt. Den Erwartungen entsprechend meldete sich auch Ottensteins Gemeindebürgermeister Manfred Weiner zu Wort. Wie bereits durch seine Äußerungen in der Vergangenheit bekannt ist, ist er kein Verfechter der Windkraft-Pläne. „Ich werde versuchen, hier weitere Windkraft auf der Ottensteiner Hochebene zu verhindern“, sagte Weiner während der Informationsveranstaltung und verwies darauf, dass die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle ihren Stromverbrauch bereits zu 94 Prozent durch die Erzeugung regenerativer Energien abdeckt. Davon stammt der Großteil (68 Prozent) aus der Windkraft. Zum Vergleich: Im gesamten Landkreis Holzminden haben regenerative Energien nur einen Anteil von etwa 21 Prozent an dem gesamten Stromabsatz. Die Zahlen stammen aus dem Energiebericht von Westfalen Weser Netz. „Warum sollen wir das hier oben auf der Ottensteiner Hochebene dulden?“, fragt Weiner in Anlehnung dazu. Die Hochebene sei schon überproportional belastet und in diese Zahlen spielten die Windkraftanlagen auf Pyrmonter Gebiet noch gar nicht hinein. „Wir haben genug getan“, konstatierte Weiner abermals.

Auch Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome meldete sich in der Veranstaltung zu Wort und bekräftigte: „Wir werden die Interessen der Pyrmonter Bergdörfer im Blick behalten.“ Was an Windenergieanlagen bereits da ist, das sei „schon ganz gewaltig“, findet er persönlich und schwenkt in Weiners Richtung ein, dass schon genug getan worden sei.

Was den zeitlichen Ablauf angeht, warten die Eigentümergemeinschaft Windpark Lichtenhagen-Ottenstein GbR und die Wpd zunächst darauf, dass der Landkreis sein Regionales Raumordnungsprogramm (RROP) neu aufgestellt hat. Darin sind die Vorrangflächen für Windenergie festgesetzt und davon hängt es auch ab, ob sich an der ins Auge gefassten Fläche zwischen Ottenstein und Lichtenhagen noch etwas an der Größe ändert. 2019 soll das neue RROP den Erwartungen nach in Kraft treten. Danach kann auch das Windkraftprojekt auf der Hochebene an Fahrt gewinnen. Wenn es etwas Neues gibt, so Timmermann, will die Eigentümergemeinschaft die Bürger erneut informieren.



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