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Anlagen auf der Hochebene erneut Thema

Noch vier Windräder im Gespräch

OTTENSTEIN/LICHTENHAGEN. Die Planungen für neue Windkraftanlagen zwischen Lichtenhagen und Ottenstein scheinen auf der Hochebene noch immer ein aktuelles Thema zu sein. Zumindest standen sie nun erneut auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Einen offiziellen Beschluss oder Ähnliches gab es zwar nicht, dafür erfuhren die Zuhörer in der Landherberge, dass nun voraussichtlich nur noch vier Anlagen auf dem Gebiet zwischen Ottenstein und Lichtenhagen an der Landesstraße 428 gebaut werden können.

veröffentlicht am 08.08.2018 um 18:09 Uhr
aktualisiert am 08.08.2018 um 21:50 Uhr

Auf der Ottensteiner Hochebene zwischen Ottenstein und Lichtenhagen sollen neue Windkraftanlagen gebaut werden. Nach aktuellem Stand geht man vom Bau von vier neuen Anlagen aus. Foto: Dana
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Bisher war die Eigentümergemeinschaft Windpark Lichtenhagen-Ottenstein GbR von sechs neuen Anlagen auf der ins Auge gefassten Fläche ausgegangen.

Der Grund für die Reduzierung ist, dass der Freihaltewinkel von 60 Grad von Lichtenhagen aus sonst nicht gegeben wäre, erklären Ottensteins Bürgermeister Manfred Weiner und Ratsherr Heinrich Timmermann. In diesem Winkel sollen keine Windkraftanlagen stehen. Sowohl Timmermann als auch die Ratsmitglieder Andreas Siegmann und Thomas Meyer gehören zu dem Zusammenschluss aus 53 Eigentümern, auf deren Land die neuen Windkraftanlagen gebaut werden sollen.

Wo Windkraftanlagen stehen dürfen, regelt das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP). Fußend auf dem RROP rechnen Timmermann und Meyer vor, dass 17 Anlagen auf der Hochebene abgebaut werden, sobald sie keinen Gewinn mehr einbringen oder reparaturbedürftig sind. Es gehe dabei um fünf Anlagen in Lichtenhagen, vier Anlagen auf dem Kölker Berg, drei Anlagen auf dem Kugelberg in Hohe, vier Anlagen in Vahlbruch und eine einzelne Anlage auf dem hohen Feld. Diese können nicht repowert werden, also nicht gegen moderne, leistungsfähigere Modelle ausgetauscht werden. Die Gründe dafür sind laut RROP-Entwurf etwa die Nähe zu Siedlungen oder der Flugraum des Schwarzstorchs. Selbst mit dem Bau von vier neuen Anlagen würden in der Gemeinde Ottenstein in Zukunft also weniger Windräder stehen, argumentiert Timmermann, wie er es auch schon in der Vergangenheit zu diesem Thema tat.

„Wenn die Energiewende gelingen soll, müssen wir auch was tun“, meint Ratsherr Siegmann. Woraufhin ihm Bürgermeister Weiner mit dem ebenfalls bereits bekannten Argument entgegnete: „Die Energiewende kann nicht auf dem Rücken der Ottensteiner Hochebene ausgetragen werden.“ Schließlich gebe es dort schon Windräder in großer Zahl und die Hochebene leiste bereits ihren Teil für die Energiewende. Weit mehr noch als andere Orte. Weiner stellte ebenfalls erneut klar: „Ich möchte keine weitere Windkraft auf der Hochebene.“ Deutlich machte der Bürgermeister aber gleich vorab auch, dass die Diskussion zwischen ihm, Timmermann, Siegmann und Meyer rein sachlich sei. „Wir sind uns persönlich nicht böse, wir haben nur unterschiedliche Meinungen“, so Weiner.



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