weather-image
14°
Gemeinde Aerzen will Fachbüro beauftragen / Neuen Anforderungen anpassen

Windkraft auf dem Prüfstand

AERZEN. Über viele Jahre galt es in Aerzen als Tabu, den für die Windkraftanlagen geltenden Flächennutzungsplan zu ändern. Vergangenheit: Nun kommt alles auf den Prüfstand. Der Verwaltungsausschuss hat beschlossen, ein Fachbüro mit entsprechenden Arbeiten zu beauftragen.

veröffentlicht am 03.09.2018 um 12:18 Uhr
aktualisiert am 03.09.2018 um 16:10 Uhr

Repowering heißt das Stichwort: Zuletzt ersetzten Investoren die Windräder in der Lachemer Forst durch höhere und leistungsfähigere Anlagen. Foto: cb
Christian Branahl

Autor

Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Einstimmig, wie Bürgermeister Bernhard Wagner über die Entscheidung der Politiker in der nichtöffentlichen Sitzung berichtet. Bislang hatten die Fraktionen im Rat im Glauben gelebt, dass die Planungen rechtssicher und juristisch nicht angreifbar sind. Über den sogenannten Flächennutzungsplan weist eine Kommune aus, wo Standorte für Windkraftanlagen zulässig sind, um sie in den übrigen Bereichen auszuschließen. Allerdings sind die Planungen in Aerzen rund 20 Jahre alt, die derzeit Anlagen bei Reinerbeck, Schevelstein und in der Lachemer Forst ermöglichen. Inzwischen gibt es Interessenten, die Windkraft in Reine, Grießem und Groß Berkel durchsetzen wollen. In der Aerzener Politik und Verwaltung nahm die Sorge zu, dass Investoren ihre Ziele– besonders am Eichberg – juristisch durchsetzen könnten.

Laut Bürgermeister sei es das Ziel, „den in die Jahre gekommenen Plan zu überarbeiten“. Dabei gehe es darum, ihn den neuen technischen Entwicklung – vor allem mit Blick auf die inzwischen erreichten Höhen und den damit verbundenen Abstandsregelungen zur Wohnbebauung – und den heute geltenden rechtlichen Anforderungen anzupassen. Laut Gerichten muss dabei der Windkraft in den Kommunen „substanziell“ ausreichend Raum gegeben werden, um keine Verhinderungsplanung zu betreiben. Andererseits soll im übrigen Gebiet ausgeschlossen werden, Anlagen zu errichten. Städte und Gemeinden, die keine entsprechenden Planungen haben, hatten deshalb oft mit dem sogenannten Wildwuchs zu tun. Wie Wagner sagte, wird das Büro in Kürze beauftragt. Er rechnet mit einem längeren Verfahren.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare