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Gefährdet Windkraft Gesundheit? Emmerthaler BI macht mobil

EMMERTHAL. Die Spitzen der Bürgerinitiative „Keine Windkraft im Emmertal“ mobilisieren ihre Mitglieder und Sympathisanten, in großer Zahl an der Sitzung des Kreisausschusses für „Erneuerbare Energien und Umwelt“ am Mittwoch im Coppenbrügger Ortsteil Brünnighausen teilzunehmen. Dann werde auch über ein Schreiben der Kritiker beraten, in dem es um mögliche gesundheitliche Folgen durch Infraschall geht. „Der Termin ist eine Gelegenheit, dem Landkreis ein deutliches Signal zu geben“, heißt es in dem Aufruf.

veröffentlicht am 24.04.2018 um 11:00 Uhr
aktualisiert am 24.04.2018 um 13:20 Uhr

Foto: dpa
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Bei der Sitzung geht es auch um die Planungen der Behörde, die Windkraft im Landkreis – darunter in Emmerthal – stärker auszubauen.

Das Thema Gesundheitsrisiken verbirgt sich bei der Sitzung auf der Tagesordnung hinter der Anfrage des Kreistagsmitglieds Rolf Keller, der auch dem Emmerthaler Gemeinderat angehört. Der CDU-Politiker legt aber Wert auf die Feststellung, dass seine Anfrage in keinem Zusammenhang mit der Bürgerinitiative stehe. Er habe sich lediglich auf ein Schreiben eines Einwohners bezogen, der eventuell gesundheitliche Einschränkungen durch den Windpark Grohnde/Kirchohsen befürchte. Da er die Fragen dazu nicht beantworten könne, habe er sie an den Landkreis als Genehmigungsbehörde weitergeleitet und um eine Antwort anlässlich der Sitzung des Umweltausschusses gebeten, erklärt Keller.

Unter dem Titel „Emmerthaler Bürger als Probanden im Freifeldversuch des Windparks Grohnde“ hatte Horst Arlt aus Kirchohsen an einen größeren Adressatenkreis einen Brief mit der Forderung verschickt, den bereits begonnenen Bau zu stoppen. Dabei verweist Arlt auf Medienberichte zu Studien und Äußerungen von Medizinern, dass eine Gefährdung durch Infraschall nicht auszuschließen sei. „Nach heutigem wissenschaftlich gesichertem Stand gehen von dem unhörbaren Infraschall keine Gesundheitsbeeinträchtigungen aus“, zitiert der Kirchohsener aus dem Genehmigungsbescheid des Landkreises – und dabei berufe sich die Behörde beispielsweise auf Urteile aus dem Jahr 2007. „Dass inzwischen elf Jahre ins Land gegangen sind, in denen sich die Bauhöhe und Leistung der Windkraftanlagen vervielfacht hat, wird schlichtweg ausgeblendet“, kritisiert er. Bei den Anlagen für Emmerthal handele es sich um eine Neuentwicklung mit 217 Meter Gesamthöhe, wobei die erste dieses Typs erst im vergangenen Sommer in Deutschland in Betrieb genommen worden sei. Die Anlagen seien nur theoretisch in ihren Auswirkungen nach veralteten Regelwerken berechnet worden. Arlt weiter: „Tatsächliche Messungen und Studien über deren Auswirkungen hat es bislang nicht gegeben.“cb



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