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Alte Traktoren, schöne Trachten, anhängliche Rinder

„Vehlener Erntesache“ ist erneut Publikumsmagnet

VEHLEN. Die „Vehlener Erntesache“ hat erfolgreich an die gelungene Premiere von vor zwei Jahren angeknüpft: Allein am Samstag kamen mehrere Hundert Besucher, am Sonntag war die Resonanz sogar noch größer, wie von Mitorganisator Holger Meier (Hausbrauerei Meier) zu erfahren war. Damit übertraf die jetzige Veranstaltung die Erstausgabe, bei der bereits weit mehr als 1000 Besucher gezählt worden waren, deutlich.

veröffentlicht am 09.09.2018 um 16:13 Uhr

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Michael Werk Reporter zur Autorenseite

Für die Zugkraft der „Erntesache“ gibt es mehrere Gründe. Einer dürfte sein, dass das Event auch diesmal wieder ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer örtlicher Vereine und Institutionen gewesen ist. Die Dorfjugend Vehlen war an der Ausrichtung ebenso beteiligt wie der Verein Vehler Mühle, die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Vehlen, der Turnverein, das „Lindenrott“ und nicht zuletzt eben die kleine „Meierhöfer“-Brauerei; außerdem halfen bei der Organisation etliche Privatpersonen mit. Allein schon dies wird viele Menschen abgelockt haben.

Darüber hinaus hatten Meier & Co. aber auch ein wieder ein tolles Programm zusammengestellt, bei dem für Jung und Alt etwas dabei war. So konnten die Besucher zum Beispiel die alte Dreschmaschine (Baujahr 1946) des Traditionsvereins Schweinekasse Vehlen bestaunen, mit der bei der „Erntesache“ Getreide gedroschen wurde. Angetrieben wurde diese von einem „Lanz-Bulldog“-Traktor aus dem Jahr 1949, mit dem Friedrich Deike (Berenbusch) angereist war. Seinen Oldtimer-Treckers hatte er über einen langen Flachriemen, der über ein Schwungrad des „Lanz Bulldog“ geführt wurde, mit der Antriebsachse der Dreschmaschine verbunden. So interessant der Dreschvorgang zu beobachten war, so imposant war der wuchtige Sound des 35 PS starken 10,5-Liter-Traktormotors.

Die Oldtimer-Fans unter den Besuchern konnten sich darüber hinaus aber auch an etlichen anderen alten Treckern erfreuen, die von deren Eignern bei der „Erntesache“ ausgestellt wurden. 

Präsentiert wurden außerdem verschiedene Tiere - angefangen bei Hühnern und Enten über Pferde bis hin zu Highland- und Galloway-Rindern. Letztgenannte Rasse war vertreten durch „Stella“ und „Nelly“, zwei eineinhalb Jahre alte Färsen (geschlechtsreifes weibliches Rind, das bislang noch kein Kalb geboren hat) aus der Hobbyzucht von Dietmar Everding (Vehlen). Das Schöne an dieser robusten Rinderrasse sei, dass die Galloways „sehr anhänglich“ und „menschenbezogen“ seien, berichtete er. Daher mache es einfach Spaß, mit diesen Tieren umzugehen. Den hatten denn auch jene kleinen und großen Besucher, die „Stella“ und „Nelly“ mit von Everding mitgebrachten Äpfeln aus der Hand füttern durften.

Zwar kein landwirtschaftliches Thema, aber ebenfalls eine Attraktion, war die kleine Abordnung des „Infanterieregiments Graf Wilhelm der Weckbatterie Wölpinghausen“, die bei der „Erntesache“ ihr Lager aufgeschlagen hatte. Allein schon wegen ihrer Kostümierung mit nostalgischer Uniform und imposantem Vorderladergewehr zogen die „Soldaten“ die Blicke der Besucher auf sich. Einen besonderen Eindruck hinterließen die Darsteller beim gelegentlichen Schwarzpulver-Schießen mit den Langwaffen, denn dabei knallte und qualmte es ganz ordentlich.

Was es sonst noch zu erleben gab? Ponyreiten, Kutschfahrten, Mitmachaktionen für Kinder sowie Verkaufsstände mit etwa Gartenpflanzen, -deko und -geräten. Außerdem stellten Handwerker (Tischler, Dachdecker, Steinmetz, Schmied) ihr jeweiliges Handwerk vor.



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