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Lösungsmittel verursacht Übelkeit

Krankenhaus Bad Oeynhausen: Heute keine OPs

BAD OEYNHAUSEN. Im Krankenhaus Bad Oeynhausen ist plötzlich Mitarbeitern schlecht geworden, der Grund: vermutlich Lösungsmittel einer Grundierung. OPs wurden in diesem Krankenhaus daher vorerst abgesagt.

veröffentlicht am 01.06.2017 um 15:59 Uhr
aktualisiert am 01.06.2017 um 16:32 Uhr

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BAD OEYNHAUSEN. Bei Arbeiten am Dach des Krankenhauses Bad Oeynhausen ist es am Donnerstagvormittag zu einem Zwischenfall gekommen. 13 Mitarbeiter im Operationsbereich klagten über Kopfschmerzen und Übelkeit.
Vier wurden im Krankenhaus zur Beobachtung zwischenzeitlich stationär aufgenommen, können aber vermutlich noch im Laufe des Tages wieder entlassen werden. Patienten waren laut Krankenhaus-Pressemitteilung zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.
Als mögliche Ursache kommt laut Krankenhaus nach jetzigem Kenntnisstand in Betracht, dass eine bei den Dacharbeiten verwendete Grundierung ein Lösungsmittel abgesondert hat, welches von der Klimaanlage eingezogen und anschließend in die Operationssäle geleitet wurde.
Es handele sich bei der verwendeten Grundierung um ein Standardprodukt, welches seit vielen Jahren verwendet werde. Es dürfe mit handelsüblichem Gesichtsschutz aufgetragen werden und gelte laut Sicherheitsdatenblatt des Herstellers als „reizend für die Atemwege“. Als Behandlungsempfehlung bei Kontamination werden das „Entfernen aus dem Gefahrenbereich“ und das „Zuführen von Frischluft“ empfohlen.
Warum das von der Klimaanlage aufgenommene Lösungsmittel trotzdem solche Auswirkungen hatte, sei völlig unklar und wird untersucht, heißt es in der Pressemitteilung.
Betroffen sind alle Operationssäle am Standort. Vorsorglich wurden daher bis auf Weiteres alle geplanten Operationen am Standort  Bad Oeynhausen abgesagt. Operative Notfälle können in einem dem OP-Standard entsprechenden Kreißsaal durchgeführt werden. Für den Bedarfsfall sind am Johannes Wesling  Klinikum in Minden und am Krankenhaus Lübbecke-Rahden weitere Behandlungskapazitäten geschaffen worden.
Die vollumfängliche Patientenversorgung der Bürger im Kreis Minden-Lübbecke sei damit weiter gewährleistet. Alle übrigen Abteilungen am Krankenhaus Bad Oeynhausen seien von dem Vorfall nicht betroffen. Die Patienten würden –  mit Ausnahme der OPs –  wie gewohnt behandelt.
Derzeit werde eine "umfassende Analyse" von Fachfirmen durchgeführt. In der Raumluft konnten kurze Zeit nach dem Vorfall keine Partikel des Lösungsmittels mehr nachgewiesen werden. Die Untersuchungsergebnisse der Klimaanlage und des verwendeten Lösungsmittels stünden jedoch noch aus.  Nach Abschluss dieser Untersuchungen werde über das weitere Vorgehen und die Öffnung der OPs entschieden. 
(Quelle Foto: Pixabay)


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