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„Eine barbarische Tat – beispiellos in Deutschland“

Hameln: Oberbürgermeister und Landrat sprechen bei Mahnwache

HAMELN. Bedrückende Stille. Dort, wo am Sonntagabend eine lebensgefährlich verletzte junge Frau gefunden wurde, stehen am späten Mittwochnachmittag 300 bis 400 Menschen dicht beieinander. Viele schweigen. Manche haben Tränen in den Augen. Einige halten Fotos von Kader K. hoch. Die 28-Jährige liegt immer noch im Koma, ihr Zustand ist nach wie vor kritisch. Die Polizei hat die Kaiserstraße gesperrt. Verstärkungskräfte aus Göttingen halten sich im Hintergrund.

veröffentlicht am 23.11.2016 um 20:02 Uhr
aktualisiert am 23.11.2016 um 22:50 Uhr

Plakat – gegen Gewalt, für eine tolerante Gesellschaft. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Oberbürgermeister Claudio Griese (CDU) spricht von einer „Gräueltat“, die sich in den Mauern der Stadt ereignet habe. „Mittelalterliche Szenen“ hätten sich hier abgespielt. Mit der Mahnwache wolle man ein Zeichen setzen. „Gewalt hat in dieser Stadt keinen Platz“, sagt Griese. Die „barbarische Tat“, die sich in der Südstadt von Hameln abgespielt hat, sei leider beispiellos in Deutschland. Sie habe die Menschen erschüttert, schockiert und ratlos zurückgelassen. Der Hamelnerin, die schwerste Verletzungen am ganzen Körper davongetragen hat, wünscht der Oberbürgermeister gute Besserung und der Familie sehr viel Kraft, damit sie die kommenden Wochen und Monate durchstehen kann. „In Gedanken sind wir bei der jungen Frau und bei ihren Angehörigen.“

Landrat Tjark Bartels (SPD) nennt die Tatausführung „unfassbar grausam“. Er sei sicher, dass der Staat den Täter zur Rechenschaft ziehe. Bartels betont, ein gutes Miteinander in einer freien und toleranten Gesellschaft sei die einzige richtige Antwort auf eine solche Tat, denn Ausgrenzung erzeuge Gewalt. „Es gibt mehr gute Menschen als schlechte“, sagte er. Dem Applaus folgte eine „andächtige Minute.“

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  • Schwebt immer noch in Lebensgefahr: Opfer Kader K. (28) aus Hameln, Mutter eines zweijährigen Sohnes. Ihre Familie hat der Veröffentlichung des Fotos ausdrücklich zugestimmt. Foto: pr


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