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Doppelstern sorgt für Aufregung

Erklärung für bunte flackernde Lichter gefunden

HAMELN. Was ist das? Es funkelt in den Farben grün, rot und gelblich-weiß am Nachthimmel, scheint sich zu bewegen und blinkt wie ein Flugzeug. Mehrere Anrufer aus Hameln haben das geheimnisvoll leuchtende Objekt in den vergangenen Tagen gesehen und sich darüber gewundert (wir berichteten). Astronom Ralf Kratzke, Dozent an der Sternwarte Bochum, konnte das Rätsel lösen.

veröffentlicht am 30.01.2017 um 15:49 Uhr
aktualisiert am 30.01.2017 um 18:06 Uhr

Doppelstern Sirius setzt am nördlichen Nachthimmel Farbakzente. Das Zittern der Hände des Betrachters – übertragen auf Fernglas oder Fotoapparat – sorgen für den vermeintlichen Zickzackkurs. Foto: leo
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Diesmal ist es kein besonders hell strahlender Planet, sondern ein Doppelstern, den man nur im Winter im Südosten sehen kann. Sein Name: Sirius. Er ist derzeit der hellste Stern am nördlichen Nachthimmel und zugleich der hellste im Sternbild des „Großen Hundes“. Der geheimnisvolle Stern befindet sich am Rand des Bandes der Milchstraße. „Der Abstand zu uns beträgt momentan 8,6 Lichtjahre. Wegen seiner Umlaufbahn um das Zentrum unserer Galaxie bewegt sich Sirius mit einer abnehmenden Geschwindigkeit von ungefähr 31000 Stundenkilometern auf uns zu“, erklärt Kratzke. Sirius leuchtet eigentlich weiß. Wegen seiner Helligkeit und seiner Nähe zum Horizont, funkelt der Stern jedoch von der Erde aus betrachtet in sämtlichen Farben. „Das liegt an Luftunruhen, die durch Temperaturschwankungen in der irdischen Atmosphäre hervorgerufen werden“, erklärt Astronom Kratzke.

Wer Sirius durch ein starkes Fernglas betrachtet, ist meist davon überzeugt, dass sich der Lichtpunkt bewegt. „Es wird oft von einem Zickzack-Kurs berichtet. Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung: Die Hände des Betrachters zittern ganz leicht“, erzählt Kratzke. Einige Hamelner hatten Sirius für eine Drohne oder für einen Suchhubschrauber gehalten.



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