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Steinhuder Meer

Ballonfahrten über Steinhuder Meer: Verbot rechtmäßig

STEINHUDE. Ballonfahrten über oder am Steinhuder Meer, sie bleiben verboten. Das teilt das Verwaltungsgericht Hannover mit. Grund ist der Vogelschutz.

veröffentlicht am 01.06.2017 um 14:35 Uhr

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STEINHUDE. Ballonfahrten über oder in der Nähe des Steinhuder Meers bleiben verboten. Das teilte das Verwaltungsgericht Hannover in einer Pressemitteilung mit.
Die 4. Kammer bestätigt im einstweiligen Rechtsschutzverfahren das Verbot der Region Hannover, Ballonfahrten im oder in der Nähe des Vogelschutzgebietes Steinhuder Meer durchzuführen.
Der Hintergrund: Der Antragsteller, ein in Neustadt am Rübenberge ansässiges Unternehmen, bietet an verschiedenen Startplätzen in der Umgebung des Steinhuder Meers regelmäßig gewerbsmäßige Ballonfahrten an. Das Unternehmen wendet sich im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes gegen eine Untersagungsverfügung der Region Hannover, mit der diese unter Anordnung der sofortigen Vollziehung ganzjährig in dem Vogelschutzgebiet „Steinhuder Meer" und außerhalb einer Zone von 500 Meter Breite um das Vogelschutzgebiet Fahrten mit Ballonen vorläufig untersagt hat.
Das Steinhuder Meer mit den östlich und westlich angrenzenden Uferzonen ist seit 2009 als Europäisches Vogelschutzgebiet Steinhuder Meer ausgewiesen.
Mit dem aktuellen Beschluss hat die 12. Kammer des Verwaltungsgerichts den Antrag der Antragstellerin abgelehnt, da sich die angegriffene Untersagungsverfügung voraussichtlich als rechtmäßig erweisen werde. Es sei anzunehmen, dass es durch die Ballonfahrten im Vogelschutzgebiet zu erheblichen Beeinträchtigungen der dort anzutreffenden Brut- und Zugvogelarten komme, so die 4. Kammer.
Als allgemeines Erhaltungsziel des Vogelschutzgebietes werde die Bereitstellung beruhigter Brut-, Rast und Nahrungshabitate genannt, als spezielle Erhaltungsziele der Erhalt und die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der wertbestimmenden Vogelarten. Durch die Ballonfahrten würden diese Erhaltungsziele voraussichtlich erheblich beeinträchtigt.
Gegen den Beschluss der Kammer ist die Beschwerde am Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg allerdings zulässig, teilt das Verwaltungsgericht Hannover mit.
(Foto: Pixabay)

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