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Nach Diskussionen um IGS-Neubau

IGS-Schulleiter appelliert an Politik

RINTELN. Die Mehrheitsgruppe lehnt die aktuellen Planungen zum IGS-Neubau ab, die SPD befürwortet sie – in diesem Streit meldet sich nun der Schulleiter der IGS, Torsten Rudolf, zu Wort. In einer schriftlichen, dreiseitigen Stellungnahme an die Pressevertreter appelliert er an die Rintelner Politik.

veröffentlicht am 17.05.2018 um 14:40 Uhr

Torsten Rudolf ist Schulleiter der IGS Rinteln. Foto: Archiv
RINTELN. Die Mehrheitsgruppe lehnt die aktuellen Planungen zum IGS-Neubau ab, die SPD befürwortet sie – in diesem Streit meldet sich nun der Schulleiter der IGS, Torsten Rudolf, zu Wort. In einer schriftlichen, dreiseitigen Stellungnahme an die Pressevertreter appelliert er an die Rintelner Politik, „dass der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan zeitnah gefasst wird und die Fortführung der Planung zum Wohl der Schülerinnen und Schüler ermöglicht wird“.

Bislang habe er sich auf den öffentlichen Diskussionen um den Neubau zurückgehalten, schreibt Rudolf: „Im Vertrauen darauf, dass die politischen Gremien und Fraktionen sachorientiert denken und entscheiden.“ Doch zuletzt habe sich sein Eindruck verstärkt, „dass die gegenwärtige politische Auseinandersetzung um unseren Schulneubau nicht mehr sachlich und inhaltsorientiert verläuft: Es scheint nur am Rande um uns als die zweite große Schule in Rinteln zu gehen. Es scheint auch nur am Rande um die bestmögliche Schulbildung für alle jungen Menschen in Rinteln zu gehen“, findet Rudolf klare Worte.

Die derzeitigen Räumlichkeiten an den insgesamt drei Schulstandorten ermöglichten „keine adäquate und bedürfnisgerechte Beschulung unserer vielfältigen Schülerschaft“, so Rudolf weiter. Der Neubau der IGS sei daher „dringend erforderlich“. „Jede weitere Verzögerung bedeutet, dass eine weitere Schülergeneration in Rinteln nicht angemessen beschult werden kann“, formuliert es Rudolf eindringlich.
Außenanlagen "noch nicht im Fokus der Planung"

Daher sei man „als Schule glücklich und dankbar“, dass Stadt und Landkreis bislang den Belangen der Schule „professionell gerecht geworden“ sei. Die Planungsgruppe, die den IGS-Neubau betreut, werde „immer wieder wohlwollend auf die Wünsche und Anforderungen der Schule“ eingegangen. Rudolf ist selbst Mitglied dieser Gruppe, zusammen mit Architekten, Fachplanern, dem Hochbauamt und dem Schulamt des Landkreises.

Der Kollegienplatz ist einer von drei Standorten der IGS Rinteln. Die Schule wünscht sich schon lange einen modernen Neubau. Foto: Archiv

Die Außenanlagen, um die teils heftig diskutiert wird, stünden derzeit „noch nicht im Fokus der Planung“. „Ich bin sicher, dass hier neben den Wünschen der Hildburgschule auch die Wünsche des Gymnasiums Ernestinum adäquat berücksichtigt werden und das Ernestinum zu gegebener Zeit ebenfalls intensiv in die Planungen einbezogen werden wird“, so Rudolf.
"Sachlich und vernünftig im Sinne aller Rintelner Schülerinnen und Schüler diskutieren"

Der Vorwurf, dass das Verfahren nicht transparent gestaltet wurde – der kam vor allem vonseiten der CDU und WGS – kann Rudolf nicht teilen. Den Aussagen von Ernestinum-Schulleiter André Sawade gegenüber unserer Zeitung, dass jeder Interessierte den Sachstand kennen müsse, könne er nur unterstützen. „Das Preisgericht des ausgeschriebenen Wettbewerbs tagte am 23. Mai 2017“, so Rudolf. „Einen Tag später erschienen Bilder und Pläne für den Schulneubau in der Zeitung.“

Ihn persönlich würde es freuen, „wenn in den anstehenden Gremiensitzungen sachlich und vernünftig im Sinne aller Rintelner Schülerinnen und Schüler diskutiert werden würde.“ In Rinteln sei man schließlich stolz „auf die gute schulformübergreifende Zusammenarbeit, die stets im Sinne des bestmöglichen Bildungsangebotes für die Schülerinnen und Schüler unserer Stadt erfolgt. Wir haben unterschiedliche pädagogische Konzepte, die wir selbstbewusst erfüllen. Wir stehen dabei nicht in Konkurrenz zueinander.“

Dasselbe erhoffe sich Rudolf von der Politik: „Das gemeinsame und fraktionsübergreifende Ziel muss es sein, eine zukunftsweisende Entscheidung für ein modernes Bildungsangebot in Rinteln zu treffen – im Sinne aller Kinder und Jugendlichen unserer Stadt.“



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