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Die Redaktion testet Carsharing

Carsharing im Test: Mit „geteiltem“ Auto durch Schaumburg

RINTELN/AUETAL. Seit November gibt es Carsharing in Rinteln und im Auetal. Wie funktioniert das genau, und wie bedienungsfreundlich ist es? Wir haben Carsharing getestet. Mit Video!

veröffentlicht am 30.12.2016 um 16:47 Uhr

Carsharing im Test: Redakteurin Kerstin Lange im gemieteten Citroën. Fotos: mld
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite
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RINTELN. Seit Mitte November gibt es Carsharing nun schon in Rinteln und im Auetal. Zeit für die Redakteure dieser Zeitung, den Dienst einmal zu testen. Eine große Strecke liegt nicht vor uns: Es ist ja nur eine Testfahrt, wir wollen von Rinteln nach Rolfshagen und wieder zurück.

Der erste Schritt ist klar: Man muss sich registrieren. Das geht entweder über die App auf dem Smartphone oder über die Homepage des Anbieters „app2drive“. Zugeschickt bekommt man dann Unterlagen sowie eine sogenannte Clubkarte. Die benötigt man, um das Auto zu öffnen.

Über Homepage und App kann man die Buchung vornehmen: Wann brauche ich ein Auto? Wie lange? Wo will ich es abholen? Es gibt fünf verschiedene Tarife, aus denen man wählen kann, je nachdem, wie weit man fährt, wie oft man fährt, oder welches Fahrzeug man benötigt.

Kurz vor der Fahrt bekommt man alle Infos als Mail.
  • Kurz vor der Fahrt bekommt man alle Infos als Mail.

Beim Basistarif beispielsweise zahlt man eine einmalige Anmeldegebühr von 19 Euro. Je nach Größe des Wagens wird pro Stunde ein bestimmter Geldbetrag abgerechnet, und eine Spritpauschale pro gefahrenem Kilometer kommt auch noch mal dazu. Bezahlen kann man per Kreditkarte oder per Lastschrift.

Wir wählen den Basistarif und bekommen den Kleinwagen Citroën DS 3. Wir wollen ihn in Rinteln abholen. Die Buchungsbestätigung sagt uns: Wir müssen zur „app2drive“-Station auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus.

Solche Stationen gibt es in Rinteln, Rehren und Rolfshagen sowie in Stadthagen, und noch viel mehr sogenannte Hotspots, an denen man das Auto abstellen kann. Mehrere Hotspots gibt es beispielsweise in Rinteln, einige auch in Exten und Steinbergen. Ein Blick auf die Homepage verrät die genauen Standorte.

Da stehen wir also, vor uns das Auto, in der Hand das Info-Booklet und die Clubkarte. Diese muss man in ein elektronisches Feld in der Windschutzscheibe halten, dann leuchtet ein grünes Licht, und das Auto öffnet sich. Einen Schlüssel für den Citroën braucht man aber natürlich trotzdem; den findet man im Handschuhfach.

Dann, ein Stolperstein: Wir können das Auto nicht anlassen. Es piept nur, zeigt uns an, dass der „Energiesparmodus aktiviert“ ist, und tut ansonsten – nichts.

„Zum Anmelden die Karte an den Checkpoint halten“, lesen wir. Ah, verstanden: Die Karte noch einmal an die Windschutzscheibe halten.

Im Wageninnern, direkt über dem Fahrersitz, befindet sich noch ein weißes Kästchen, in dem eine Karte steckt. Die nutzt man, um das Auto zu betanken oder waschen zu lassen. Direkt zahlen muss man also nicht dafür, „app2drive“ rechnet direkt mit den Tankstellen ab.

Ein Wermutstropfen: Tanken geht – je nach Art der Karte – nur bei Tankstellen von „Total“ oder aus dem „Aral“-Netzwerk. Muss man einfach wissen, bevor man losfährt. Und man muss sich darauf einstellen, dass der Tank nur halb oder zum Viertel voll sein kann, denn das Auto muss nicht voll betankt zurückgegeben werden.

„Fährt sich prima, das Auto!“, stellt Redakteurin Kerstin Lange zufrieden fest – wie ein moderner Kleinwagen eben.

Die Fahrt ist entspannt, und nach kurzer Zeit sind wir wieder zurück in Rinteln, an der „app2drive“-Station.

Über die Clubkarte schließt man das Auto ab, und online meldet man sich ab – dann ist die Fahrt beendet. Will man das Auto nur abstellen und die Fahrt später fortführen, beendet man die Fahrt online noch nicht. Die Rechnung bekommt man zum Schluss.

Das Fazit unserer Fahrerin, Kerstin Lange: Dieses Carsharing-Modell überzeugt. Es lohnt sich vor allem, wenn man einen Zweitwagen ersetzen will, zum Beispiel, wenn die erwachsenen Kinder zu Besuch sind. Den Erstwagen ersetzen, den man jeden Tag braucht – dafür komme Carsharing jedoch nicht in Frage.

„Ich hoffe, Carsharing wird gut angenommen, damit wir es lange in Rinteln und Umgebung haben“, hofft Kerstin Lange.

Unsere Redaktion testet Carsharing



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