weather-image
14°
Letzter Teil unserer Serie „So bunt ist Schaumburg“ / 77 Geschichten zum Thema Migration

Wie bunt ist Ihr Schaumburg?

Landkreis. Nach 77 Geschichten, Analysen, Porträts und Interviews zum Thema Migration geht unsere Serie „So bunt ist Schaumburg“ mit der heutigen Ausgabe zu Ende. Genau genommen hat die Redaktion im Rahmen der Serie nicht viel anders gemacht als in der alltäglichen Zeitungsproduktion: Wie jeden Tag haben wir aus so vielen Lebensbereichen wie möglich berichtet. Mit dem Unterschied, dass die Sicht der Menschen mit Migrationshintergrund im Vordergrund stehen sollte. Dabei kamen wir mit Menschen mit Wurzeln in den verschiedensten Ländern ins Gespräch – von Armeniern und Irakern über Japaner und Mexikaner bis zu Peruanern und Ukrainern, um nur einige zu nennen.

veröffentlicht am 01.11.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:06 Uhr

270_008_7536660_lk_SbiS_Angesang_Yildirim_0111.jpg
Philipp Killmann

Autor

Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

Fast jeder achte Schaumburger hat einen Migrationshintergrund (wir berichteten). Damit liegt Schaumburg zwar noch hinter dem bundesweiten Trend, wonach jeder fünfte Deutsche ausländische Wurzeln hat. Dennoch stellen Migranten auch auf dem Land einen beachtlichen Bevölkerungsanteil dar, der sich inzwischen in nahezu allen Lebensbereichen widerspiegelt. Dies haben wir in „So bunt ist Schaumburg“ zu dokumentieren versucht.

Dabei haben wir den Migrantenanteil in öffentlichen Einrichtungen – von der Feuerwehr und Polizei bis zur Bundeswehr und Kommunalverwaltung – auf den Prüfstand gestellt, den Sport als beliebtes Integrationsinstrument untersucht und uns unter anderem mit Asylpolitik, Integrationsarbeit, Staatenlosigkeit oder dem Entstehen von Fremdenhass auseinandergesetzt. Im Zuge dessen warfen wir auch einen Blick zurück auf die lange Einwanderungsgeschichte von Schaumburg und schafften etwa durch eine Analyse der Polizeistatistik die Mär vom „kriminellen Ausländer“ aus der Welt.

Ferner fanden bis dato im öffentlichen Leben von Schaumburg kaum in Erscheinung getretene Glaubensgemeinschaften wie die Eziden (auch: Jesiden) in unserer Serie einen Platz, so auch zahlreiche interessante Unternehmer, Künstler, Sportler und (Hobby-)Köche. Mit Letzteren beschließen wir die Serie: Auf Seite 24 lesen Sie heute über die kubanische Küche.

270_008_7536627_lk_SbiS_Abgesang_Posnak_0111.jpg
  • Anton Posnak, 25, Radio-Volontär aus Rinteln: „Da ich selbst einen Migrationshintergrund habe, habe ich das Bunte an Schaumburg so explizit nie wahrgenommen. Zwar habe ich durch Familie und Freunde ständig Kontakt mit verschiedenen Kulturen. Dass es in Schaumburg aber so viel Schönes zum Thema Migration gibt, habe ich erst durch diese Reihe mitbekommen. Allerdings könnte der Landkreis noch mehr für eine Willkommenskultur beitragen, etwa in Form eines Migrationsrats, so wie in Hameln-Pyrmont.“
270_008_7537348_lk_farr_0111.jpg
  • Jörg Farr, 52, Landrat des Landkreises Schaumburg: „In der Serie kamen viele zu Wort, die ich persönlich kenne, denn im Alltag komme ich mit vielen Menschen mit Migrationshintergrund in Kontakt. In Schaumburg leben immerhin Personen aus 120 Nationen. Der Austausch mit ihnen ist nicht nur eine Bereicherung; er ist auch wichtig, um Hilfestellungen zu entwickeln. Aktuell beispielsweise die Flüchtlingssozialarbeit oder die Erweiterung unseres Angebots um niederschwellige Sprachangebote zur Überwindung von Sprachbarrieren.“
270_008_7536617_lk_SbiS_Abgesang_Incedal_0111.jpg
  • Sinan Incedal, 23, Politikstudent aus Stadthagen: „Dadurch, dass ich sehr aktiv bin im Alevitischen Kulturzentrum in Stadthagen, habe ich natürlich automatisch viel mit anderen Migranten zu tun. Und am Wochenende bin ich vom Fußball her viel mit Türken, Kurden und natürlich Deutschen und anderen Nationalitäten unterwegs. Anschließend gehen wir oft zusammen essen oder etwas trinken. Interkultureller Austausch findet viel über Vereine statt, zum Beispiel über die Alte Polizei in Stadthagen, die Interkulturalität viel fördert.“
270_008_7537347_lk_khb_0111.jpg
  • Karl-Heinz Buchholz, 63, ehemaliger Bürgermeister von Rinteln: „Ich habe vor vielen Jahren eine Frau mit Migrationshintergrund geheiratet, da meine Ehefrau Inge in den ersten 18 Jahren ihres Lebens die polnische Staatsangehörigkeit besessen hat. In dieser Zeit hatten wir reichlich Gelegenheit, einen interkulturellen Erfahrungsaustausch zu pflegen, der mich durch mein Amt als Bürgermeister getragen hat. Ich freue mich sehr, von heute an mehr Zeit für diese ganz persönliche Form der interkulturellen Zusammenarbeit zu haben.“
270_008_7536627_lk_SbiS_Abgesang_Posnak_0111.jpg
270_008_7537348_lk_farr_0111.jpg
270_008_7536617_lk_SbiS_Abgesang_Incedal_0111.jpg
270_008_7537347_lk_khb_0111.jpg

Hinweis: Alle 77 Geschichten der Serie „So bunt ist Schaumburg“ können Sie im Themendossier im Premium-Bereich unserer Website www.szlz.de nachlesen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare