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Wieso Integrationsbeiräte sinnvoll sind

Nicht auf Probleme warten

Es ist bezeichnend: Der Begriff Integrationsbeirat wird in den Verwaltungen von Rinteln, Bückeburg und Obernkirchen zuallererst mit Problemen assoziiert. Klar kann ein Integrationsbeirat auch bei Problemen ein geeignetes Forum sein, dieselben aus der Welt zu schaffen. Die Aufgabe des Landkreises Schaumburg etwa, Flüchtlinge dem „Leverkusener Modell“ entsprechend zunehmend dezentral in privaten Unterkünften unterzubringen, stellt die Verwaltung vor eine echte Herausforderung. Ein Integrationsbeirat könnte beim Abbau von Ängsten und Vorurteilen aufseiten der Vermieter eine wichtige Rolle spielen. Vor allen Dingen jedoch hat die Einrichtung eines Beirats eine wichtige Signalwirkung – für Migranten wie für Nicht-Migranten: Wir nehmen Eure Angelegenheiten, welcher Art sie auch sein mögen, ernst – bringt Euch ein! Mit politischen Gremien wie einem Integrationsbeirat wird die viel zitierte Willkommenskultur nicht zur leeren Worthülse, sondern in die Tat umgesetzt. In Stadthagen hat man das schon vor acht Jahren begriffen. Allein an der Öffentlichkeitsarbeit hapert es noch. Im übrigen Schaumburg scheint man derweil auf Probleme zu warten, anstatt ihnen auch politisch präventiv entgegenzuwirken.pk@szlz.de

veröffentlicht am 27.08.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:06 Uhr

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Philipp Killmann

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