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Weltweite Aktion

Zeichen gegen die Todesstrafe: Das Münster leuchtete grün

HAMELN. Ein Symbol der Hoffnung sollte es sein: Die Münsterkirche wurde gestern Abend grün angestrahlt. Die Hamelner Ortsgruppe von Amnesty International hatte die Veranstaltung organisiert und wollte damit ein Zeichen gegen die Todesstrafe setzen. Weltweit finden jährlich am 30. November Aktionen statt.

„Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ - so heißt das Netzwerk, das sich im Jahr 2002 gebildet hat. Hameln ist seit 2008 dabei und beteiligt sich seitdem an den jährlichen Aktionstagen. Diesmal hielten Bürgermeister Thomas Meyer-Hermann (CDU) und Pastor Thomas Risel vor dem Münster Ansprachen. Auch Schüler des Viktoria-Luise-Gymnasiums brachten sich ein. Etwa 40 Menschen nahmen teil.

Seit Beginn der weltweiten Kampagne wurde in über hundert Ländern zu Aktionen, Projekten und Veranstaltungen aufgerufen, um für die Achtung des Lebens zu sensibilisieren. Der internationale Tag „Cities for Life“ ist nach Veranstalterangaben die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für Menschlichkeit und Achtung der Menschenrechte. In Deutschland haben sich in den vergangenen 15 Jahren fast 200 Städten mit Veranstaltungen beteiligt. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. Für die 1998 initiierte Unterschriftenkampagne für ein Moratorium der Todesstrafe hat die Gemeinschaft Sant’Egidio bisher fast 6 Millionen Unterschriften gesammelt. Außerdem pflegen Mitglieder von Sant’Egidio weltweit Hunderte von persönlichen Brieffreundschaften mit Todeskandidaten und unterstützen viele im persönlichen Einsatz.

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