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Stadt lobt Ideenwettbewerb aus – Investoren aus Rinteln springen ab

Wer baut die Strandbar am Stockhof?

Hameln. Wer hat das beste Konzept? Um den Traum von einer Strandbar an der Weserpromenade endlich mit Leben zu erfüllen, startet die Stadt einen Ideenwettbewerb, der sich an potenzielle Investoren richtet.

„Unser Ziel ist, allen Interessierten eine Chance zu geben und die bestmögliche Lösung zu erreichen“, begründet die Verwaltung ihr Vorgehen.

Oberbürgermeister Claudio Griese knüpft hohe Erwartungen an das Projekt. Es könne ein Angebot geschaffen werden, das Hameln auch für jüngere Menschen und Gäste von außerhalb noch attraktiver mache. „Ich sehe hier eine Initialzündung für das gesamte Weserufer, das wir aufwerten und erlebbarer machen möchten.“ Eine Strandbar sei ein erster, jedoch sehr wichtiger Schritt. „Wir zeigen damit, was an der Weser möglich ist, und lenken den Blick auf eine zentrale Herausforderung der Stadtentwicklung“, sagt Griese.

Das Beachbar-Areal steht aus Sicht der Stadt fest: Der Stockhof – zwischen Schiffsanleger und Hotel Stadt Hameln – sei für ein wie auch immer geartetes gastronomisches Angebot gut geeignet. Nun komme es darauf an, das passende Konzept und den passenden Investor zu finden. In welche Richtung die Pläne gehen sollten, lässt die Stadt offen. „Wir wollen niemanden einengen und der Kreativität keine Grenzen setzen.“ Einzige Bedingung: Der Weserradweg darf nicht beeinträchtigt werden.

Aus dem Rathaus heißt es, die Wirtschaftsförderung sei bereits mit mehreren Interessenten aus der Region im Gespräch. Warum dann ein Ideenwettbewerb? „Wir vergeben eine öffentliche Fläche. Zwar müssten wir das Projekt nicht ausschreiben, aber wir wollen ein sauberes Verfahren und niemanden ausgrenzen. Außerdem wollen wir uns nicht dem Vorwurf aussetzen, im stillen Kämmerlein zu entscheiden“, sagt ein Sprecher. Durch eine transparente Vergabe werde Akzeptanz geschaffen und das Projekt auf eine breite Basis gestellt. Das Verfahren sei so auch mit den bisherigen Interessenten abgesprochen.

Zwei potenzielle Investoren, die Gastronomen Arif Sanal und Heinrich Cronjäger, die in Rinteln den Bodega Beach Club betreiben, haben bereits abgewunken. Trotz vorheriger Gespräche mit der Stadt sagt Sanal: „Wir haben kein Interesse mehr am Standort und werden keine Idee einbringen.“ Zur Begründung erklärt er: „Es passt nicht. Wir konzentrieren uns auf Rinteln und wollen unsere Zeit lieber dazu nutzen, unseren dortigen Club auszubauen und zu verbessern.“

Die eingereichten Konzepte sollen nach dem Einsendeschluss von einem Gremium, bestehend aus Vertretern der Politik und der Hameln Marketing und Tourismus GmbH, bewertet werden. Ein Punktesystem, welches sich an den Kriterien der Ausschreibung orientiere (siehe Infokasten), wird derzeit erarbeitet. Eine Entscheidung soll trotz des „zeitintensiven Verfahrens“ noch vor der Kommunalwahl fallen. Eine Eröffnung der Strandbar am Stockhof im Frühjahr 2017 sei realistisch, glaubt die Stadt.

Die Konzepte können bis zum 15. März beim Referat für Strategische Grundsatzfragen, Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit (wirtschaftsfoerderung@hameln.de) eingereicht werden. Rückfragen an: Sascha Köberle (05151/202-1385) oder Thomas Wahmes (05151/202-1319).

Info: Investoren sollen Konzept einreichen

Potenzielle Investoren sollen ein aussagekräftiges Konzept einzureichen. Darin sollten folgenden Angaben enthalten sein:

  • eine ausführliche Beschreibung der Geschäftsidee, Nutzungsart und der Zielgruppen;
  • eine Übersicht, welche Flächen genutzt werden sollen;
  • eine Beschreibung der Art der Aufbauten (feste Gebäude oder wieder abbaubare Lösungen);
  • das Investitionsvolumen;
  • die Nutzungsdauer (ganzjährig oder Saisonnutzung);
  • die Öffnungszeiten (ganztägig oder nur abends);
  • Hinweise auf Lärmemissionen.
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