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Dewezet-Lesertelefon

Was tun, wenn der Wolf kommt?

HAMELN. Jeden Dienstag nimmt ein Dewezet-Redakteur telefonisch Fragen und Beschwerden von Lesern entgegen. In dieser Woche ging es am Lesertelefon um Wölfe, den Weihnachtsbaum und vieles mehr.

Autor

Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

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Laut Landesjägerschaft leben in Niedersachsen derzeit mehr als 80 Wölfe, entnahm Leserin Antonie Dörfer aus Hameln am Montag unserer Zeitung. Antonie Dörfer wandert gerne. Deshalb würde sie gerne wissen, wie sie sich zu verhalten hat, wenn sie mal einem Wolf oder gar einem ganzen Rudel begegnet. „Ohne das zu wissen, würde man sich sonst ja furchtbar erschrecken“, ist Dörfer sicher.

Darauf hat Heiko Brede vom Forstamt Hessisch Oldendorf eine Antwort. „Erstens ist eine Begegnung mit einem Wolf relativ unwahrscheinlich“, sagt er. Bei dem Verdacht, einen Wolf zu sehen, solle man zunächst stehen bleiben und schauen, wie sich der Wolf verhält. Dann sollte man durch lautes Klatschen oder Rufen auf sich aufmerksam machen. „Dann verschwindet der Wolf“, sagt Brede. „Es gibt jedenfalls keine Grund, in Panik zu geraten.“ Zumal im Landkreis noch kein Nachweis für einen Wolf erbracht worden ist. Einem ganzen Rudel zu begegnen, ist laut Brede nahezu ausgeschlossen. „Hier gibt es keine Großrudelbildung, sondern die Tiere sind allenfalls im Familienverband unterwegs, also Vater, Mutter und Kinder.“

Weitere Fragen am Dewezet-Lesertelefon

Als Ingrid Bernhardt aus Hameln am Sonntag um halbzehn Uhr früh zum Gottesdienst in der Marktkirche ging, wunderte sie sich doch sehr. „Die Stadt sieht aus wie ein Saustall“, sagt sie. Der Müll, der beim Weihnachtsmarkt anfalle, werde offensichtlich nicht weggeräumt. „Ich habe mich richtig geschämt vor den Fremden, die extra für den Weihnachtsmarkt nach Hameln kommen und dann den ganzen Müll sehen“, sagt Bernhardt. Der vermehrt auftretende Müll ist der Stadt bereits bekannt. Stadtsprecherin Janine Herrmann führt den Müll darauf zurück, dass am vergangenen Wochenende erstmals die spätabendliche Weihnachtspartys stattfanden, „die auch dazu führten, dass im Bereich vor dem Hochzeitshaus ein verstärktes Müllaufkommen zu verzeichnen war“. Auf Grund dieser Erfahrung werde künftig dafür gesorgt, „dass solche Nachwehen der Nacht auch am Wochenende rechtzeitig beseitigt sein werden“.

Wolf Maas aus Grohnde nutzt das Lesertelefon, um zu erfragen, was denn mit all den Tieren geschieht, nachdem sie aufgrund der Vogelgrippe getötet wurden. Darauf hat Sandra Lummitsch von der Kreisverwaltung die passende Antwort. „Die toten Tiere werden einer Beseitigungsanstalt für tierische Nebenprodukte zugeführt“, teilt sie mit. Zuständig für den Landkreis ist die Anstalt in Icker bei Osnabrück. Und wie werden die Tiere getötet? „Im Einzelfall oder wenn es sich um nur wenige Tiere handelt, werden diese elektronisch oder mit einer Injektion getötet“, so Lummitsch. Handelt es sich um eine große Anzahl von Tieren in Ställen, werden sie durch Begasung mit CO2 getötet. Im Landkreis haben bislang aber noch keine Tiere getötet werden müssen.

Reinhard Baumert aus Hameln fuhr am späten Sonntagnachmittag auf ein größeres Polizeiaufgebot in der Deisterallee zu und wunderte sich, am nächsten Tag nichts darüber in der Zeitung gelesen zu haben. Auf Anfrage teilt Polizeisprecher Jens Petersen mit, dass die Polizei dort zu einer Schlägerei gerufen wurden. Aneinandergeraten waren infolge eines Streits zwei junge Männer im Alter von 18 und 18 Jahren. „Beide konnten noch vor Ort beruhigt werden“, so Petersen. Gegen beide wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Alkohol oder andere Drogen waren nicht im Spiel.

„Lächerlich“, sagt Irmtraud Scharringhausen aus Wehrbergen zum neuen Standort des Weihnachtsbaums in der Osterstraße. „Der Baum an sich ist ja schön, aber leider nur zu einem Drittel sichtbar.“ Und dafür habe man extra so ein teures Loch gebaut. Die Wehrbergerin hofft, dass der Baum im nächsten Jahr wieder einen Platz erhält, wo er auch angemessen zur Geltung kommt.

„In Salzhemmendorf ist zur Zeit ziemlich viel los“, sagt Herbert Stichnothe, der in der Hauptstraße wohnt. „Das ist ein Dreckstall da.“ Überall leige Hundekot, zugeparkte Bürgersteige versperrten den Bewohnern des nahegelegenen Altenheims den Weg, im Kleinen Lahweg stehe seit einem halben Jahr ein Auto und und und. „Sodom und Gomorrah“, klagt Stichnothe. Er habe sich auch schon beim Bürgermeister beschwert. Der habe Abhilfe versprochen, aber getan habe sich nichts.

Leser Horst Sacha aus Rohdenthal hat eine Frage zu unserem Weihnachtsgewinnspiel. Die Gewinner, heiße es, müssten am 23. Dezember persönlich im Bürgergarten erscheinen, um ihren Gewinn entgegenzunehmen. „Aber was macht man, wenn man dazu nicht in der Lage ist, weil man etwa bettlägerig ist?“ Hier weiß Redaktionssekräterin Gabriele Laube Rat: Der Gewinner möge jemand anders eine Vollmacht erteilen, sodass der- oder diejenige dann den Gewinn entgegennehmen kann.

Reinhard Koschorek und seine Frau wohnen in der Dr.-Winter-Straße und haben ein Problem. Die Straße ist aufgerissen, sodass sie auf die andere Straßenseite wechseln müssen, also dorthin, wo sich früher die Tanzschule Für Sie befunden hat. „Der Fußweg dort ist aber fast zugewachsen, was meine Frau beim Gehen mit ihrem Rollator stört“, klagt Koschorek. Auf Anfrage teilt Stadtsprecherin Herrmann dazu mit: „Bereits vor einigen Wochen haben wir eine Aufforderung zur Reinigung vor der ehemaligen Tanzschule Für Sie ausgesprochen. Dieser wurde vom Eigentümer anscheinend nur unzureichend nachgekommen.“ Die Stadtverwaltung werde nun nochmals an den Eigentümer herantreten.

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