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Dreisvogt und Wißmann an Spitze des Ortsvereins gewählt

Jung, grün und neu in der Politik

HAMELN. Sie ist jung, die neue Spitze des Ortsvereins der Grünen. Am Mittwoch haben die Grünen wie berichtet einen neuen Vorstand gewählt. Der setzt sich wie gehabt aus zwei paritätischen Spitzen zusammen: einer Frau und einem Mann. Anett Dreisvogt und Benjamin Wißmann lösen damit Kirsten Minke und Sven Kornfeld ab.

Autor

Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

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Anett Dreisvogt ist erst seit Frühling dieses Jahres bei den Grünen. Es ist das erste Mal, dass sich die 28-Jährige parteipolitisch engagiert. Politisch interessiert sei sie jedoch schon immer gewesen. Politisch engagiert habe sie sich außerparteilich auch immer mal wieder. er Schritt in die Parteipolitik ist auf ihre neue Lebenssituation zurückzuführen. Im Sommer letzten Jahres zog sie von Bielefeld zu ihrem Lebenspartner in Hameln. Da wurde ihr klar: „Es ist jetzt alles gut für mich, also kann ich mich auch etwas mehr engagieren“, erzählt die Mutter eines zweijährigen Sohnes.

Als die langjährige Grünen-Wählerin dann den Hamelner Sven Kornfeld kennenlernte, den damaligen Vorsitzenden des Ortsvereins der Grünen, war der Schritt in die Grünen-Partei nicht mehr weit. Kornfeld war es auch, der Dreisvogt fragte, ob sie sich den neu zu wählenden Vorsitz im Ortsverein vorstellen könne. Nach anfänglichen Zweifeln stimmte sie zu. Als Ratsmitglied soll sie für einen regen Informationsfluss zwischen Ratsfraktion und Ortsverein sorgen.

Neben Anett Dreisvogt ist Benjamin Wißmann neuer Vorsitzender. Neben der politischen Gesinnung teilt Wißmann mit Dreisvogt das Alter (28 Jahre) und die Dauer der Parteizugehörigkeit bei den Grünen (ein Dreivierteljahr). Wie Dreisvogt hat auch Wißmann ein Kind, eine bald zweijährige Tochter. ußerdem ist Wißmann wie Dreisvogt zugezogen. Er kommt aus Uslar, lebt seit 2009 in Hameln. Der neue Grünen-Vorsitzende arbeitet als Erzieher in einem Internat. Nebenbei ist er in der Familienhilfe tätig.

Der Entschluss, politisch aktiv zu werden, kam so zustande: Als Wißmann mit seiner Familie in Klein Berkel sesshaft wurde, wollte der langjährige Grünen-Wähler nicht mehr nur noch über Politik lesen, sondern selbst „mitreden und mitmachen“. Durch seine Schwiegermutter Ilona-Ute Bode-Wißmann, die für die CDU im Ortsrat sitzt, bekam er politisch immer mit und fühlte sich in seinem Drang gestärkt, selbst parteipolitisch aktiv zu werden. Über seinen Nachbarn Jürgen Mackenthun war der Weg zu den Grünen nicht weit. Prompt wurde er bei der Kommunalwahl als Nachfolger von Mackenthun – zu seiner eigenen Überraschung – in den Ortsrat Klein Berkel gewählt.

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