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„Hamgida“-Absage überrascht Polizei

Hameln. Die Gründe, die „Hamgida“ anführt, um die Absage der eigenen Veranstaltung zu rechtfertigen, sind offenbar vorgeschoben. In einer auf Facebook verbreiteten „Presseerklärung“ heißt es, „in einem Telefonat mit der Polizei sei man zu dem Entschluss gekommen, die Veranstaltung für heute abzusagen“. Ein solches Gespräch hat es nach Angaben der Polizei nie gegeben. Laut „Hamgida“ sei der Anmelder massiv bedroht worden. Von „Mord- und Gewaltaufrufen aus dem linksautonomen Spektrum“ ist die Rede. Den Sicherheitsbehörden sind „keine Drohungen aus der linksautonomen Szene“ bekannt. Es sei die freie Entscheidung des Veranstalters gewesen, die Kundgebung abzusagen, sagte Oberkommissar Jens Petersen. Die Polizei sei von der Absage überrascht worden. Es habe zuvor kein Gespräch mit dem Veranstalter gegeben. Der Mann sei für die Polizei bis gestern Abend auch nicht erreichbar gewesen. „Hamgida“ behauptet zudem, „kurzfristig sei kein neues Sicherheitskonzept mehr möglich“ gewesen. Die Polizei dementiert auch das: Man sei auf alles vorbereitet.

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Über die wahren Gründe der Absage ist gestern viel spekuliert worden. „Vielleicht hat der Anmelder eingesehen, dass seine Kundgebung ein Flop wird und wollte sich elegant aus der Affäre ziehen“, vermutet ein Insider. Der Anmelder, so lässt „Hamgida“ verlauten, habe sich „komplett zurückgezogen“ und sei nicht mehr im Organisationsteam. Was auch etwas damit zu tun haben könnte, dass Bruce B., der Anmelder der Hamelner Veranstaltung, vorigen Montag den „Hagida-Spaziergang“ in Hannover in Begleitung der Polizei verlassen musste. Auf Facebook lieferte B. (unter Pseudonym) den Grund dafür frei Haus: Er habe „zwei Zecken und einen Bullen attackiert“. Danach warb er für eine „gewaltfreie“ Demo in Hameln. ube/wer

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