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Nach Inhaberwechsel nur behutsame Änderungen

Ein neues Konzept im Pfannekuchenhaus „wäre töricht“

HAMELN. Klammheimlich hat der Besitzer des Pfannekuchenhauses gewechselt. Vor gut einem Jahr berichtete die Dewezet, dass der damalige Inhaber Marco Weber sein Geschäft verkaufen möchte. Inzwischen gibt es einen neuen Eigentümer. Bereits seit September ist Christian König der neue Inhaber.

Autor

Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

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Obwohl alteingesessener Hamelner, lernte König das Pfannekuchenhaus in der Hummenstraße erst relativ spät kennen. Nämlich, als er 2011 sein Büro in der Platzstraße bezog, also in unmittelbarer Nachbarschaft des Pfannekuchenhauses. Einmal auf den Geschmack gekommen, ließ es den Immobilienfachwirt aber auch nicht mehr los. Zumal es sich für ihn vorzüglich mit dem Beruflichen verbinden lässt. „Bei besonderen Terminen gehe ich mit meinen Geschäftspartnern gerne ins Pfannekuchenhaus, weil es ja selbst etwas Besonderes ist, und das kommt immer gut an“, schildert König.

Das „Pfannekuchen“ ist in Hameln eine Institution, das weiß auch Christian König. Deshalb werde auch alles beim Alten bleiben, verspricht er. „Es wäre töricht, das bestehende Konzept zu verändern.“ Nur ein paar Kleinigkeiten sollen sich ändern: Die Speisekarte wird um saisonale Speisekarten erweitert, Frühjahrs- und Sommerkarten kommen hinzu, die Winterkarte wurde bereits ergänzt, der Mitarbeiterstab wird vergrößert. Eine weitere Änderung: Die langjährige Mitarbeiterin Aysun Keskin übernimmt die Restaurantleitung. Sie wird derzeit eingearbeitet.

Mit im Boot ist bis auf Weiteres der ehemalige Inhaber Marco Weber. Er trägt dafür Sorge, dass alles so weitergeht, wie es die Hamelner vom Pfannekuchen kennen. Das war ihm von vornherein besonders wichtig, dass das Pfannekuchenhaus an jemanden geht, der es traditionell weiterführt. „Wir haben im Laufe des Jahres viele Gespräche geführt, auch mit überregionalen Interessenten“, sagt Weber. Mit König glaubt Weber den richtigen Nachfolger gefunden zu haben. „Wir freuen uns, dass es mit Christian König ein verwurzelter Hamelner geworden ist, der die Geschichte des Hauses und Elsa Buchwitz kennt und das Andenken an sie weiter bewahren möchte“, sagt Weber.

  • Christian König

Marco Weber hatte das Pfannekuchenhaus 2001 als gastronomischer Quereinsteiger übernommen. Langfristig wolle er sich nun gemeinsam mit seiner Frau „anderen Projekten“ widmen.

Information

Haus mit Geschichte

Es war Elsa Buchwitz, die das Pfannekuchenhaus im Jahr 1983 ins Leben rief. Und der Name ist Programm: Das gastronomische Angebot besteht aus vielen unterschiedlichen Pfannkuchen-Spezialitäten.

Im Jahr 1982 hatte Elsa Buchwitz das Fachwerkhaus in der Hummenstraße 12 vor dem Abriss bewahrt und anschließend restauriert. Das 1620 erbaute Gebäude zählt zu den ältesten Fachwerkhäusern von Hameln.

Ursprünglich war das Pfannekuchenhaus ein Bürgerhaus. Es bestand aus „zwei Wohnbereichen mit mehreren Kammern, einem Kleintierstall und einem Heu- und Lagerboden“, wie auf der Internetseite des Hamelner Traditionshauses nachzulesen ist.

Elsa Buchwitz hat sich aber nicht nur um das Haus in der Hummenstraße verdient gemacht. Sie setzte sich von den 1960er bis 1980er Jahren maßgeblich für den Erhalt der historischen Altstadt von Hameln ein – mit Erfolg. Neben dem Pfannekuchenhaus erinnert im Scharnhorstviertel die Elsa-Buchwitz-Straße an die Hamelnerin.

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