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Werbegemeinschaft bietet erstmals Einkaufsnacht noch am 22. Dezember an

Näher die Glocken kaum klingen

BAD PYRMONT Gedacht ist das Serviceangebot des Pyrmonter Einzelhandels für all diejenigen, für die Weihnachten immer so plötzlich kommt und die dann noch am Vormittag des Heiligen Abends loshasten, um Präsente für die Lieben zu besorgen. Am 22. Dezember wird es ein Last-Minute-Weihnachtsshopping bis 22 Uhr geben.

Autor

Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite

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Für all diese Last-Minute-Weihnachtsspezialisten will die Werbegemeinschaft Pyrmont in diesem Jahr erstmals am Donnerstag, dem 22. Dezember, unter dem Motto „Bad Pyrmont leuchtet“ ein Weihnachtsshopping bis 22 Uhr durchführen – also beinahe bis kurz davor, wenn der Christbaum angezündet wird und die Weihnachtsglocken läuten. „Wir wollen unseren Kunden mal ganz kurz vor Weihnachten den besonderen Service anbieten, nach Feierabend noch einmal stressfrei in Bad Pyrmont einkaufen zu können,“ erklärt Helmut Fahle, Vorsitzender der Werbegemeinschaft.

Bereits im Oktober hatte Fahle unter den Mitgliedern der Interessengemeinschaft von Einzelhändlern, Gastronomen und Gewerbetreibenden der Innenstadt darum geworben, bei dieser nächtlichen Verkaufssonderaktion mitzumachen. Fahle erklärt, dass das für viele Geschäftsleute ein Angehen sei; zusätzliche Verkaufsabende fordern schließlich auch die Mitarbeiter zusätzlich. Doch hätte das Moonlight-Shopping der Pyrmonter Innenstadt-Einzelhändler am 27. Mai in Verbindung mit einer Weinprobe als Sonderveranstaltung so gut funktioniert, dass nun beim Weihnachtsshopping rund 30 Adressen aus Brunnenstraße und Postweg, Hauptallee und Kirchenstraße mitmachen wollen. Fahle: „Das Moonlight-Shopping hat selbst Skeptiker überzeugt.“ Und das Angebot bis 22 Uhr sei bunt gemixt: So seien Optiker und Reisebüro ebenso dabei wie eine Buchhandlung, Schuhgeschäfte und Boutiquen. Mit leuchtenden Weihnachtslaternen vor den Geschäften soll stimmungsvoll angezeigt werden, wer noch offen hat für Weihnachtseinkäufe.

Information

Wie lange sind Geschenk-Gutscheine gültig?

Für all diejenigen Weihnachtseinkäufer, die auch am 22. Dezember noch nicht so recht wissen, was sie nun genau schenken können, ist der Gutschein der Werbegemeinschaft Pyrmont eine Empfehlung. Damit haben die Beschenkten die freie Auswahl in mehr als 50 Mitgliedsfirmen. Das Besondere an diesem Gutschein ist, er kann nicht nur zum Shoppen genutzt werden, sondern auch für die Bereiche Service, Gastronomie, Kultur und Wellness. Das heißt er kann nicht nur zum Einkauf in vielen Geschäften als Zahlmittel vorgelegt werden, sondern auch beim Frisör, beim Optiker, beim Floristen und auch in der Hufeland-Therme, im Königin-Luise-Bad und im Erlebnisbad Pyrmonter Welle und beim Kartenvorverkauf für Kultur und Veranstaltungen .

Diese Gutscheine der Werbegemeinschaft sind laut Aufdruck drei Jahre lang gültig. Damit hält er die Frist des Bürgerlichem Gesetzbuches (BGB) ein. Die Verjährungsuhr tickt aber erst ab Ende des Jahres, in dem er gekauft wurde. Wer einen älteren Gutschein wiederfindet, kann nur noch auf die Kulanz des Ausstellers hoffen. Verlangt man Bares statt Ware für den Gutschein, hat das BGB auch diesen Fall geregelt: Der Verkäufer muss nicht darauf eingehen. Der Gutschein war ja zur Einlösung gegen Ware oder Dienstleistung bestimmt. Ein Gutschein bleibt aber auch gültig, auch wenn ein anderer Name als der des Einlösenden draufsteht. Jeder kann ihn einlösen, so das BGB.

Ist der Gutschein befristet, sollte er rechtzeitig vorher gebraucht werden. Ein Gutschein muss mindestens ein Jahr gültig sein. Kürzere Fristen sind nicht zulässig, so das Oberlandesgericht München (Az.: 29 U 3193/07). Doch kann ein Gutschein über eine Dienstleistung – etwa eine Kosmetikbehandlung – durchaus auf ein Jahr befristet sein, wenn im nächsten Jahr Lohn- und sonstige Kosten ansteigen. Anders ist es bei Gutscheinen für eine konkrete Theater- oder Opernvorstellung: Sie verfallen unwiederbringlich, wenn sie nicht genutzt werden.

Und auch mit den Betreibern des Weihnachtsmarktes liefen derzeit Gespräche, ob die Buden an diesem Weihnachts-Shoppingabend nicht schon wie gewohnt um 20 Uhr schließen, sondern vielleicht auch länger geöffnet haben, erklärt Fahle. Das würde dann das nächtliche Shopping-Erlebnis erst so richtig abrunden.

Wie der Vorsitzende der Werbegemeinschaft erklärt, sind lange Einkaufsnächte kurz vor dem Fest keine Erfindung aus Bad Pyrmont. In vielen anderen Städten seien sie bereits eingeführt. So könne man am letzten Adventssamtag in Leer beispielsweise sogar bis Mitternacht einkaufen.

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