weather-image
Neue Eigentümerin lädt „Brückenschlag“-Künstlergruppe ein

„Haus Martin“: Der Charme der alten Zeit

BAD PYRMONT. Draußen strahlt die wärmende Sonne aus dem knalleblauen Himmel. Doch wer das „Haus Martin“ betritt, der fröstelt erstmal. Denn das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert ist ungeheizt. Die Winterkälte steckt noch ganz tief drin in dem Gemäuer. Es stand jahrelang leer und hat unlängst den Besitzer gewechselt. Jetzt gehört die Immobilie der Hotelbetreiberin Monika Schmitz vom „Haus Ritter“ gleich nebenan.

Autor

Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Abonnement

Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Damit stehen die Chancen nicht schlecht, dass die denkmalgeschützte alte Kurpension irgendwann aus ihrem Dornröschenschlaf geküsst wird.

Noch ist der Besuch jedoch eher eine Zeitreise ins vergangene Jahrhundert. Denn viele Räume sind noch genauso möbliert wie zu dem Zeitpunkt, als die letzte Betreiberin im Alter von 98 Jahren starb. Das liegt inzwischen rund sieben Jahre zurück.

Jetzt lud Martina Schmitz die Mitglieder der Pyrmont-Lügder „Brückenschlag“-Gruppe zu einer Entdeckungsreise durch das Haus ein. Denn es könnte ja sein, dass der eine oder andere Einrichtungsgegenstand die Profi- und Hobbykünstlerinnen und -künstler inspiriert. Vielleicht zu einer Installation mit ein paar Möbeln, Teppichen und Deko-Teilen aus alter Zeit.

  • „Brückenschlag“-Mitglied Antje Horn wird einen Blick auf die Insarsien eines Tischchens. An der Wand dahinter hängt ein Foto der früheren Hauseigentümer. Foto: jl
  • In einer kleinen Kellerküche sieht es aus, als hätten die Bewohner nur mal eben das Haus verlassen. Foto: jl
  • Martina Schmitz hat in ihrem neuen Haus viele spannende Fundstücke entdeckt. Foto: jl

So ließen die Besucher das Interieur auf sich wirken. Kundig geführt von der Eigentümerin, die schon viel über so manche Requisiten recherchiert hat, bestaunten sie, dass manches Zimmer noch immer so aussieht als mache die einstige Bewohnerin nur eben ein paar Besorgungen und kehre jeden Moment zurück. Dann würde sie wohl am Küchentisch die Zeitung vom 17. März 1982 durchblättern oder vielleicht ihren Mittagsschlaf im weiß bezogenen, hohen Holzbett halten.

Gut möglich auch, dass die neue Hauseigentümerin an ihren auch geschichtlich spannenden Entdeckungen irgendwann auch die Öffentlichkeit teilhaben lässt. Dann allerdings nicht im Haus. Martina Schmitz denkt eher an eine Ausstellung mit Zeitzeugnissen im Museum. Der Kontakt zu Museumsleiterin Vanessa Heitland ist schon geknüpft.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare