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Energieeinsparung im Blick

Ein Supermarkt rüstet sich für die Zukunft

BAD PYRMONT. Auf dem Parkplatz vor dem Bad Pyrmonter „E-Center“ stehen so viele Autos wie vor einem langen Wochenende. Stutzig machen nur die vielen Kastenwagen und Lkw. Es sind keine Kunden, denn der Supermarkt ist derzeit geschlossen – und das noch bis zum Donnerstag, dem 1. Dezember. Bis dahin wird umgebaut und renoviert.

Autor

Carlhermann Schmitt Reporter

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„Der Markt war ziemlich in die Jahre gekommen“, konstatiert dessen Leiter Marcin Milczarek. Seit der Laden im März 2000 eröffnet wurde, sei baulich nicht viel passiert. Das sei vor allem an der Energiebilanz abzulesen. „Und hier liegt ein Schwerpunkt bei den Renovierungsmaßnahmen, die insgesamt zehn Tage dauern sollen“, erklärt Milczarek.

Das neue Konzept für den Supermarkt sieht keine offenen Kühlmöbel mehr vor. „Alles zu Kühlende steht dann hinter Glastüren oder liegt in Gefriertruhen unter Glasschiebetüren. Ausgeleuchtet wird der Markt weitgehend mit LED-Lampen. „Damit soll eine Einsparung von 35 Prozent erreicht werden“, kalkuliert der Marktplaner Patrik Neuhaus, ohne aber eine absolute Zahl parat zu haben.

Natürlich wird das Geschäft bei dieser Gelegenheit auch aufgehübscht. So wie es derzeit in vielen Supermärkten, selbst bei den für Einfachheit bekannten Discountern geschieht, damit sich die Kunden wohlfühlen und bei der Stange gehalten werden. In Zeiten zunehmender Online-Angebote ist das Einkaufserlebnis vor Ort ein wichtiger Faktor.

  • Noch ungeordnet, doch am Ende wird die Obst- und Gemüse-Abteilung eines der Aushängeschilder des Supermarktes sein. Foto: yt

„Nicht ein Regal wurde wiederverwendet, es ist alles neu“, freut sich der Marktleiter. Es kommen einige neue Bereiche hinzu, sodass das rund 40 000 Artikel umfassende Angebot um etwa 1000 erweitert wird. Milczarek hebt heraus, dass eine Fischtheke mit Bedienung – in Frankreich schon lange auch fern der Küste Standard – und eine Salatbar mit Selbstbedienung hinzukommen. „Der Zustand der Frische-Abteilung lässt auf die Qualität des gesamten Supermarktes schließen“, weiß der Supermarktchef. Darüber hinaus werde das Angebot mit Produkten aus der heimischen Region erweitert. Es gibt Bereiche mit veganer, mit glutenfreier und mit lactosefreier Nahrung und ein Schrank für besonders edles Fleisch. Eine ganze „To-Go“-Abteilung soll den Kunden auf Achse versorgen. Die Kassen sind neu, manche Kassenbereiche breiter, sodass Rollstuhlfahrer bequemer durchkommen. Fünf neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.

Das alles hat viel Arbeit gekostet, berichtet Milczarek, der wie viele seiner Mitarbeiter in dieser Zeit außer der Baustelle gerade noch sein Bett sieht. „Jeden Tag sind hier rund 80 Leute damit beschäftigt, alles bis Donnerstag fertig zu bekommen.“ Schließlich schlägt jeder Tag ohne Umsatz deutlich zu Buche.

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