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Bewerbung via Internet: So kommt man zum Job

Im digitalen Zeitalter verliert das klassische Anschreiben an Bedeutung

Erstmals bevorzugt eine knappe Mehrheit der deutschen Unternehmen eine Bewerbung per Internet gegenüber der klassischen Bewerbung auf Papier. Das ergab eine Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom unter 1500 Personalverantwortlichen aller Branchen.

Demnach verlangen 41 Prozent der Firmen Bewerbungen per Internet, 40 Prozent eine klassische Bewerbungsmappe und 17 Prozent hatten keine Präferenz. Im Vorjahr war das Verhältnis noch leicht umgekehrt zugunsten der schriftlichen Bewerbung gewesen. Die Bewerber selbst sind auf die neuen Anforderungen überwiegend schlecht eingestellt. Dieses Ergebnis brachte eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Ergo Direkt Versicherungen. Demnach wussten nur 24 Prozent, wie man sich korrekt per Internet bewirbt, 26 Prozent waren sich unsicher und 49 Prozent wussten es nicht oder es betraf sie nicht.

Auch unter den Jüngeren im Alter von 14 bis 29 Jahren weiß nur gut jeder Dritte (36 Prozent), wie man sich korrekt per Internet bewirbt. Diese Quote sinkt über die Altersgruppen kontinuierlich ab, bei den 50- bis 59-Jährigen kennen sich nur noch 23 Prozent gut aus. Aber worauf kommt es bei einer Onlinebewerbung vor allem an? Julia Busse aus der Personalabteilung der Ergo Direkt Versicherungen weist darauf hin, dass man auch dabei äußerst sorgfältig vorgehen sollte: „Rechtschreibfehler können das sofortige Aus bedeuten.“ Sehr wichtig sei es zudem, eine seriöse E-Mail-Adresse als Absender zu benutzen. „Wenn der eigene Kosename Bestandteil der Mailadresse ist, sollte man sich bei gmx.de oder web.de eine neutrale neue besorgen.“

Aus der Betreffzeile der Bewerbungsmail muss klar hervorgehen, um welche ausgeschriebene Position es geht. Der Anhang der Mail sollte zudem nicht ausufern, alle Bewerbungsbestandteile sollten im PDF-Format in einer einzigen Datei abgespeichert sein. „Und auch im Zeitalter der Digicam ist ein professionelles Bewerbungsfoto unverzichtbar“, sagt Julia Busse.

Bewerbungen per Internet erfolgen auf zwei Wegen. Der Bitkom-Umfrage unter 1.500 Personalverantwortlichen zufolge verlangen 28 Prozent der Unternehmen heute Unterlagen per E-Mail, weitere 13 Prozent setzen auf ihren Webseiten Onlineformulare ein, die von den Jobkandidaten ausgefüllt werden müssen. „Generell sollten Bewerber heute flexibel sein und alle persönlichen Unterlagen, Zeugnisse und Fotos sowohl auf Papier als auch in digitaler Form vorliegen haben“, betont Julia Busse aus der Personalabteilung der Ergo Direkt Versicherungen.

Trotz digitaler Bewerbung entscheidet schließlich der persönliche Eindruck über die Einstellung eines Bewerbers.

Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen

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