Wirtschaft + Leben

10 Jahre Mosterei Ockensen

Äpfel und Co. haben Saison. Und das schon seit zehn Jahren. Denn solange existiert die Mosterei Ockensen. Das will gefeiert werden: Und zwar am kommenden Wochenende, 24. und 25. September, mit einem Mostfest und einem Herbstmarkt.

Wie gut schmeckt doch ein knackiger Apfel vom eigenen Baum! Seine inneren Werte sind un-schlagbar. Gesundheit pur. Einfach reinbeißen und genießen. Nicht zu unterschätzen und ebenso gesund ist aber auch ein Glas frisch gepresster Saft. Vorausgesetzt, er enthält keine Zusatzstoffe, sondern nur das, was die Frucht selbst hergibt. Um das zu gewährleisten, handeln Olaf Seifert und Constanze Wittig nach einer bestimmten Philosophie, mit der sie seit zehn Jahren ihre Mosterei in Ockensen, in der Bergstraße 6, betreiben. „Ihr Obst – Ihr Saft“ heißt das Motto. Und so einfach, wie sich die Theorie anhört, funktioniert auch die Praxis.

„Sie vereinbaren einen Termin mit uns und geben dabei die grob geschätzte Obstmenge an“, rät Seifert. Gepresst werden neben Äpfeln und Birnen auch Sauerkirschen, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Holunder, Weintrauben, Quitten und Möhren. Wer möchte, kann sich einen Wunschsaft mischen lassen. „Ohne Aufpreis mixen wir alle möglichen Sorten. Der Renner sind Apfel mit Holunder und Apfel mit Birne“, erläutert Constanze Wittig. Obstsorten, die Olaf Seifert dazukaufen muss, stammen aus der Region und haben Bio-Qualität.

Wer seine Früchte in der Mosterei zu Saft verarbeiten lassen möchte, muss eine Mindestmenge von 20 Kilo abgeben. Die Ausnahme sind jedoch Äpfel und Birnen. Hier beträgt die Mindestmenge 50 Kilo. Manche Kunden schließen sich mit Freunden und Nachbarn zusammen, um das Gewicht zu erreichen. Erfahrungsgemäß ergeben ein Zentner Äpfel etwa 30 bis 35 Liter Saft. Alle Säfte werden nach dem Pressen bei 78 bis 82 Grad pasteurisiert, und anschließend in eine Saftbox abgefüllt. „Ein patentierter Zapfhahn verhindert das Eindringen von Luft“, sagt Olaf Seifert. Der Saft halte sich nach dem Öffnen ungekühlt zwei bis drei Monate. Ungeöffnet ein Jahr. Im Laufe der Jahre ist die Mosterei zu einer „Erlebnismosterei“ für Kindergärten, Schulklassen und andere Gruppen geworden. Die Besichtigung erfolgt nach vorheriger Terminabsprache. „Manche, besonders die älteren Besucher, verbinden die Besichtigungstour in der Hauptsaison September/Oktober mit einem Kaffeekränzchen in unserem Scheunencafé und mit einem Ausflug zum Wasserbaum“, so Constanze Wittig.

Der Saftverkauf erfolgt zu den Öffnungszeiten des Cafés täglich 14 bis 18 Uhr. Sonntags von 9.30 Uhr bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung. Auch in einigen Verkaufsmärkten und Läden ist der Saft aus Ockensen erhältlich. Nähere Informationen sind im Internet unter der Adresse www.diemosterei.de zu finden. Fotos und Text: sto

Das Programm:

Traditioneller Herbstmarkt mit vielen Ausstellern

Samstag, 24. September · 14.00 - 24.00 Uhr Sonntag, 25. September · 11.00 - 18.00 Uhr

• naturkundliches Basteln mit dem NABU • Planwagenfahrten zum Wasserbaum

• Kinderschminken • Kürbisschnitzereien • Hüpfburg aus Stroh

• Schaupressen – die Mosterei im Live-Betrieb

• unsere Mosterei im Wandel der zehn Jahre

Samstag, 24. September 2011 16.00 - 17.00 Uhr

„ ... Auf, auf zum fröhlichen Jagen ...”

Jagdhornbläsercorps Hameln-Holtensen Leitung: Heiner Westerhoff

ab 19.30 Uhr

Livemusik mit der Hamelner Band „Ein Fall für 3“

ca. 22.00 Uhr Höhenfeuerwerk Sonntag, 25. September 2011

11.00 - 14.00 Uhr

Frühschoppen mit der „Skiffle Connexion“ bei

Federweisser und Zwiebelkuchen 15.00 - 17.00 Uhr

„ ... mit Musik durchs Saaletal …”

Saaletaler Musikanten

Oldendorf e.V.

Artikel vom 23.09.2011 - 06.49 Uhr
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