Garten + Terrasse

Physalis, Cornus und Zaubernuss: Der Herbst treibt’s wieder schön bunt
Von Jean LeGrand

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Der Herbst ist nicht das Ende des Gartenjahres, im Gegenteil: Viele finden die dritte Jahreszeit wunderschön, schöner als den Sommer. Denn der Herbst treibt es bunt, nicht nur im Blattwerk, sondern auch in Form von Blütenreichtum.

Von lang blühenden Dahlien und Chrysanthemen mal ganz abgesehen, weiß auch die Lampionblume (Physalis alkekengi) mit ihren knallig orangefarbenen Früchten zu reizen. Wer der Physalis viel Platz im Beet einräumt, der wird sich Jahr für Jahr an mehr Blüten erfreuen können. Ja, mehr noch: Wer nicht aufpasst, dem wird die Physalis zu viel werden. Sie wird aufmüpfig, breitet sich stark aus und verdrängt dabei andere. Zurückschneiden allein reicht nicht – vielmehr muss sie entwurzelt werden, um sie auf ein normales, verträgliches Maß zu bringen.

Zu den blühenden Herbststauden zählen auch die Astern, die die Beete jetzt in unterschiedliche Farben tauchen, außerdem der Sonnenhut in kräftigem Lila oder zartem Weiß sowie Fetthenne. Außerdem betören viele Rosensorten im späten Licht mit ihren unterschiedlichen Füllungen und Farben.

Herbst bedeutet aber auch, dass sich nunmehr das Blattwerk färbt – und wie! Allen voran der Blumenhartriegel (Cornus florida). Wer ihn in seinem Garten hat, erfreut sich an kräftig dunkelroten Herbstblättern, und die Früchte sind nicht minder dekorativ. Mit feurigem Rot-Orange überrascht indes der Essigbaum (Rhus typhina). Nur seinen starken Ausläufern sollte immer wieder Einhalt geboten werden. In dieser Hinsicht macht der Kuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum) weniger Mühe, und seine strahlend goldgelbe Herbstfärbung wirkt manchmal wie ein Licht im Dunkel. Er heißt übrigens deshalb Kuchenbaum, weil sein Laub nach Lebkuchen duftet – und so schon ein bisschen an Weihnachten erinnert.

Mit einem orangefarbenen Kleid überrascht die Zaubernuss nicht allein, nein, im Winter bildet sie dann auch noch ihre Früchte aus. Das tut der Spindelstrauch (Eunonymus alatus) zwar nicht, dafür ist der einer der wenigen pflanzlichen Vertreter, der mit knallpinkfarbenen Blättern auffällt – und das bis in eine Höhe von drei Metern! Sehr dekorativ.

Wer’s kleiner mag, setzt nicht auf Sträucher, sondern kleinwüchsigere Stauden. Dazu gehört zum Beispiel der Blut-Storchschnabel, der sein Blattwerk blutrot färbt – seinen Namen hat er allerdings nicht deshalb, sondern aufgrund der angeblich blutstillenden Wirkung seiner Wurzeln.

Wer der Lampionblume bei ihrem Ausbreitungsdrang keinen Einhalt gebietet, dem wird sie bald zur Pest werden – schön sieht sie trotzdem aus…

Artikel vom 21.10.2011 - 06.00 Uhr
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