Garten + Terrasse

Pflanzen, pflegen, kürzen: Es gibt jetzt viel zu tun
Von Saskia gamander

Es ist schon erstaunlich, wie sommerlich sich der September verabschiedet und wie ebenso sonnig und warm der goldene Oktober beginnt. Damit einher geht die Lust am Gärtnern und Pflanzen weiter und weiter. Bessere Pflanzzeiten als diese gibt es weder für Stauden noch für Gehölze. Einziges Manko: das Wasser. So manche Regentonne ist schon leer. Neuanpflanzungen wollen aber üppig gegossen werden.

Wässern ist ein wirklich ernst zu nehmender Punkt. Wer Stauden und Gehölze pflanzt, sollte sie 30 Minuten lang in einen Eimer mit Wasser stellen, damit sich die Wurzelballen vollsaugen können. Bei Pflanzen, die bereits reichlich Wurzelwerk entwickelt haben, wird der Ballen an einer Stelle mit einer Schere aufgeschnitten. So gelingt es der Pflanze schneller, im neuen Erdreich Fuß zu fassen. Faustregel für das Pflanzloch: doppelt so groß wie der Wurzelballen. Denn erstens sollte noch gute Komposterde mit eingearbeitet werden, die reichlich Nährstoffe trägt. Und zweitens braucht die Pflanze Raum, sich zu entfalten.

Das noch verbleibende Restwasser im Eimer, das der Ballen nicht aufgenommen hat, wird nach dem Pflanzen noch über die Erde gegossen. Eigentlich ist danach ein weiteres Gießen nicht mehr notwendig. Weil es zurzeit aber sehr warm und trocken ist, kann es nicht schaden, die Neuanpflanzungen bei Bedarf auch in den Folgetagen zu gießen. Das gilt für Stauden ebenso wie für Obst- und Ziergehölze. Größere Gehölze wie etwa Obstbäume, bei denen ein gerader Wuchs von Vorteil ist, werden mit einem stabilen Pfahl versehen, an dem sie angebunden werden.

Apropos Gehölze: September und Oktober sind nicht allein für Neuanpflanzungen perfekt, sondern auch für Pflegemaßnahmen. Rosen sollten in aller Ruhe ausblühen und von Wildtrieben befreit werden. Hingegen ist es besser, Verblühtes nicht mehr abzuschneiden. Jeder Schnitt regt die Pflanze zum Neuaustrieb an, was so spät im Jahr nicht mehr notwendig ist. Zudem sind die sich entwickelten Fruchtstände, die Hagebutten, Nahrung für heimische Vögel im Winter. Beim Spalierobst müssen lange Seitentriebe entfernt werden, während Haupttriebe am Gerüst neu angebunden werden. Obstbäume benötigen zudem Leimringe, die jetzt um den Stamm gelegt werden, damit die Frostspannerweibchen nicht hinaufklettern können. Sie legen ihre Eier im Kronenbereich ab; die Raupen sind schließlich im kommenden Jahr der Grund dafür, dass das Obst faul vom Baum fällt.

Artikel vom 29.09.2011 - 16.28 Uhr
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