Garten + Terrasse
Fensterbankzwerge in Steinoptik: Lithops sind im Kleinen ganz groß Von Saskia Gamander
Wer den skurrilen Pflanzen zugetan ist, sollte einen Blick auf Lebende Steine (Lithops) werfen. Wenn sie so brav da liegen, könnte man sie geradewegs mit größeren Kieselsteinen verwechseln. Doch in ihnen steckt Leben, das entdeckt werden will. Wer sie richtig pflegt, wird im Sommer mit imposanten Blüten überrascht und freut sich im Winter an ihrem Anblick auf der Fensterbank im Töpfchen.

Lebende Steine zählen zu den skurrilsten Sukkulenten.
Ganz wichtig ist, sich nicht von den Lebenden Steinen täuschen zu lassen, wenn sie schrumpelig werden. Das bedeutet bei ihnen nämlich nicht, dass sie Wasser benötigen. Im Gegenteil: Von Januar bis Ende April werden die Fensterbankzwerge nicht gegossen! Kein Tröpfchen sollte ihnen zugutekommen, denn Wasser haben diese sukkulenten Pflanzen genügend gespeichert. Wenn sie schrumpelig werden, bedeutet das nur, dass sie neue Blätter bekommen und die alten sich jetzt noch wie ein schützender Mantel über sie legen.
Also: Erst ab Mai gießen. Bis September genügt eine Wasserabgabe pro Woche, ab September bis zum Dezember reicht es, einmal pro Monat zu gießen. Lebende Steine sind Sukkulenten und wachsen deshalb am besten in Kakteenerde. Und noch etwas: Sie wollen nicht das ganze Jahr über drinnen auf der Fensterbank verbringen. Lebende Steine genießen die volle Sonne im Sommer – aber am besten dort, wo der Regen nicht so oft einschlägt. Denn was das kühle Nass anbelangt, da sind die Lebenden Steine echt eigen…