Garten + Terrasse
Von Akelei bis Ziest: Im September ist beste Pflanzzeit für die Stauden
Großartige Staudenpflanzen bereichern jeden Garten. Dabei liegt ihr Vorteil nicht nur im schier unfassbar unterschiedlichen Blüten- und Blattreigen, sondern begründet sich ebenso in ihrer relativ einfachen Handhabe. Einmal gepflanzt machen Sie bei guten Standortbedingungen kaum noch Arbeit. Jetzt im September ist die optimale Pflanzzeit gekommen.
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Zinnien, Physalis, Paprika: Es glänzt im späten Licht
Die besonderen Freuden eines Spätsommers sind bunt gemixt: Da blühen Dahlien und Schmucklilien (Agapanthus) um die Wette, da leuchten die „Früchte“ der Lampionblume (Physalis) orangefarben im späten Licht, als wenn sie Igel und Eichhörnchen den Weg weisen wollten, und Tomaten wie Paprika glänzen wie blank poliert. Die letzten Tage des Augusts bieten besondere Momente für Gartengenießer – auch bei Regen. Und gerade in diesem Jahr ist alles ein bisschen anders.
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Stauden, Zwiebeln, Gehölze: Jetzt beginnt die Pflanzzeit
Draußen ist es leiser geworden. Die Singvögel lassen es im Vergleich zum Frühling und Frühsommer ruhiger angehen, was ebenso für die Hobbygärtner gilt. Gewissermaßen ist das aber nur die Ruhe vor dem Sturm, denn wer Veränderung in seinem Garten schaffen will – und wer will das nicht, weil ein Garten ohne Veränderung ja nur ein seelenloses Terrain darstellen würde –, der wird gerade für September und Oktober arbeitsreichen Tagen entgegengehen. Denn der Boden hat die Wärme des Sommers gespeichert. Jetzt ist die beste Pflanzzeit!
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Der Hibiscus züngelt in vielen Farben und Größen
Eine wahrhaftige Schönheit, noch dazu mit exotischem Flair, ist der Hibiscus. Aus strahlend-farbigen Blüten züngeln von Art zu Art unterschiedlich lang die Staubblätter an aufrecht stehenden Röhren. Das lässt den Hibis-cus besonders markant erscheinen. Wie so oft sind die außergewöhnlichen Eibisch-Arten nicht frosthart. Sie benötigen selbst im Winter keinen dunklen, kühlen Platz, sondern wollen bei 10 bis 15 Grad Celsius an einem halbwegs hellen Ort stehen. Der Chinesische Roseneibisch (Hibiscus Rosa-sinensis) dankt solch gnädige Unterbringung durchaus mit einem Winterblütenreigen.
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Fakten 1
Wer weiß schon etwas mit den Gänseblümchen anzufangen? Im Zierrasen sind sie störend, wenn sie zu große Horste ausbilden. Doch es gibt auch das Blaue Gänseblümchen (Brachyscome). Diese Pflanze aus der Familie der Korbblütler ist eine der einjährigen Sommerblüher, die im Frühling bei Tagestemperaturen um 18 Grad ausgesät werden. Am sonnigen, windgeschützten Standort geht die Saat schnell auf – jetzt stehen die letzten Blüten noch aufrecht, doch bald ist die Zeit vorbei. Da kann man nichts tun, außer: Notieren fürs nächste Jahr, um die Aussaat nicht zu vergessen. sas
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Rosen im Herbst nicht schneiden
Die zweite Rosenblüte setzt ein. Die Hitze und das Wetter haben die Rosen enorm viel Kraft gekostet. Man sieht es an den aufgehellten Blättern und auch die Blütenfarbe hat sich bei vielen Sorten verändert. Die Rosen brauchen nun noch einmal alle Kraft, um die gebildeten Knospen zur Blüte reifen zu lassen. Spezielle organische Rosendünger helfen. Sie lassen die Blüten reifen und die Rose kann noch mal zu „Hochglanz“ auflaufen.
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Die Vielfalt nutzen
Die Vielfalt an Obstarten und -sorten macht es möglich, für die unterschiedlichsten Gartengrößen das Richtige zu finden oder verschiedene Wuchsformen zu kombinieren, um so den vorhandenen Platz besser nutzen zu können. Ein wahrer Garten Eden entsteht, indem man möglichst viele Arten und Sorten pflanzt, die zu verschiedenen Zeitpunkten Früchte tragen. So lässt sich die Fülle unterschiedlicher Geschmackserlebnisse vom Sommer bis in den Herbst hinein genießen.
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Die Frösche freuen sich
Endlich wieder mehr Regen: Die Frösche an den Teichen in den Gärten des Weserberglandes freuen sich über die derzeitige Wetterlage. Juni und Juli waren ihnen eindeutig zu heiß und zu trocken. Foto: sas
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Der Zierlauch „Globemaster“ ist Blumenzwiebel des Jahres 2010
Kein Wunder, dass dieser Zierlauch von niederländischen Pflanzenspezialisten zur „Blumenzwiebel des Jahres 2010“ gewählt wurde: Sehr große, kugelrunde Blütenbälle krönen die etwa 80 Zentimeter langen kräftigen Stängel des eindrucksvollen Zierlauches „Globemaster“. Die imposanten Blütenstände können einen Durchmesser von 15 bis 20 Zentimeter erreichen. Sie bestehen aus unzähligen sternförmigen Einzelblüten in einem wunderschönen dunklen Violett. Die großen Blütenkugeln machen diesen Zierlauch zu einer eindrucksvollen Pflanze im Garten und zu einer interessanten Schnittblume, die sich auch als Trockenblume eignet.
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Scharf, schärfer, Paprika – aus eigenem Anbau
Vom grammatikalischen Standpunkt aus gesehen können viele Menschen mit Paprika nicht viel anfangen, denn sie verpassen der Vitamin-C-Bombe einen falschen Artikel. Der Paprika ist eben n i c h t d i e Paprika, sondern ganz und gar männlich, was sowohl auf die oft scharfe Gewürz- als auch die milde Gemüsevariante zutrifft. Der Anbau von Paprika im eigenen Garten ist denkbar schwierig: Wenn’s zur Blütezeit der Pflanzen nicht wenigstens 19 Grad Celsius warm ist, werden sie kaum Schoten entwickeln. Da hilft nur ein Gewächshaus oder ein heißer Juni – so wie in diesem Jahr.
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Pflanzen am Wegrand
Der schönste Kiesweg verliert an Wirkung, wenn kleine Steinchen in den angrenzenden Rasen kullern oder sich braune Erdklumpen zwischen die weiße Decke mischen! Dies verhindern Randsteine, die die Wege mit losem Belag zusätzlich befestigen. Eine besonders schöne Alternative zum Stein sind Pflanzen. Sie sorgen für Übergänge, die optisch mit dem Garten harmonieren: Verläuft ein Weg zum Beispiel schnurgerade, lockert ihn ein Saum aus Frauenmantel (Alchemilla), niedrigen Rosen, Katzenminze (Nepeta) und Storchschnabel (Geranium) auf, die lässig ihre Blüten auf den Weg ragen lassen.
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Herrlich bis zum Herbst
Sind die schööön! Pompondahlien blühen in allen erdenklichen Farben. Die Blütenköpfe sind vergleichsweise klein, aber sie leuchten schön und sind sehr gleichmäßig aufgebaut. Pompondahlien tragen Namen wie „Baby Blue“, „Bernstein“ oder „Black Tucker“. Verblühtes muss unbedingt abgeschnitten werden, damit die Pflanze ihre Kraft in neue Blüten stecken kann. Gut gepflegt, gewässert und regelmäßig gedüngt blühen Pompondahlien bis weit in den Oktober hinein.
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Erntezeit für Samensammler – damit auch das nächste Jahr blüht
Erntezeit in den Blumenbeeten: Viele Pflanzen haben nach ihrer Blüte Samenkapseln entwickelt, in denen schon der Flor fürs kommende Jahr steckt. Das ersetzt den Kauf neuer Sorten im Fachhandel natürlich nicht, macht aber Spaß und auch Sinn für Menschen, die gerne eigene Pflanzen aus Sorten ziehen, die ihnen besonders gefallen.
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Sonnenhut in seiner ganzen Pracht: Mal gelb, mal purpur – immer schön!
Sonnenhut ist nicht gleich Sonnenhut. Der eine heißt Rudbeckia, der andere Echinacea. Der eine blüht zumeist knallgelb, der andere purpurfarben oder blassrosa. Der eine ist ’ne wahre Bienenweide, der andere noch dazu ein Schmetterlingsverführer. Beide sind deshalb großartig und gehören in jedes sommerlich blühende Staudenbeet.
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Edel: Eine schöne Rose im Garten
Im Spätsommer zeigen sich viele Gärten von ihrer besonders schönen Seite. Für manchen Pflanzenfreund ist dies die beste Zeit, um den Garten rundum zu genießen. Weil viele Pflanzen in Töpfen, den sogenannten Containern, angeboten werden, kann man sie auch jetzt im Sommer pflanzen, wenn eine gute und regelmäßige Wasserversorgung der neu gepflanzten Gehölze oder Stauden gewährleistet ist. Der Neuzugang im Garten, zum Beispiel eine blühende Edelrose, kann dann sofort seine volle Wirkung entfalten.
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Die Rote Spornblume gibt’s auch in weiß
Da schau her: Die Rote Spornblume (Centranthus ruber) gibt’s auch in weiß! Das liegt daran, dass „Alba“ eine Zuchtform ist, die in diesem Jahr schon in vielen Gärten und Parks, zum Beispiel im Bürgergarten der Stadt Hameln, fröhlich vor sich hinblühen durfte. Für Rabatten und Stauden- wie Steppengärten ist die Spornblume – ob weiß, ob rot – jedenfalls wie geschaffen. Bis vor wenigen Jahren war sie hierzulande kaum zu sehen; sie ist ein „Einwanderer“ aus dem Mittelmeerraum. Mittlerweile gilt sie aber als gutmütiger Sommerblüher, der wenig bis gar keine Arbeit macht. Selbst ausgedehnte Trockenperioden wie in den vergangenen Wochen machen der (Roten) Spornblume nichts aus. Übrigens: Auch in Mauerfugen und Steingärten wächst sie prima.
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Mit mediterranem Flair: Die Pflanzen aus der Bibel
Einige Pflanzen wachsen noch gar nicht so lange in den Gärten Mitteleuropas, obwohl sie hier mittlerweile relativ häufig zu sehen sind. Die Serbische Fichte (Picea omorika) beispielsweise wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts in einem Gebirge in Osteuropa entdeckt, der Urwelt-Mammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) um 1940 in China. Andere wie Flieder, Hortensie und Phlox sind schon seit mehreren Jahrhunderten fester Bestandteil unserer Gartenkultur. Manche Pflanzen begleiten den Menschen sogar seit mehr als 2000 Jahren und werden bereits im Alten Testament erwähnt.
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Eine Wasseroase im eigenen Garten: Noch nie war das Paradies so nah
Das leise Plätschern eines kleinen Brunnens, das Balzkonzert der Frösche oder der entspannende Anblick der ruhenden Wasseroberfläche: Für viele Pflanzenfreunde erhöht ein Teich den Genuss im Garten. Als eigenes kleines Biotop bietet ein Gartenteich mit Stauden im Wasser und am Ufer Tieren optimale Lebensbedingungen. Vögel nutzen ihn als Tränke, Kleinlebewesen verstecken sich raschelnd zwischen den Pflanzen und Fische sind ohnehin in ihrem Element. Wasserspiele, Wasserläufe oder Quellsteine bringen das Wasser zudem mit angenehmen Geräuschen in Bewegung.
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Auch die Pflanzen haben Hunger: Doch was schmeckt?
Rosendünger. Tomatendünger. Rhododendrondünger. Geraniendünger. Und so weiter, und so weiter. – Verschiedene Pflanzen haben unterschiedliche Nährstoffanforderungen. „Ist der Boden in gutem Zustand, dann reicht ein Universaldünger“, sagt Experte Volker Stieler. Ist er es nicht, muss notfalls ein Bodentest durchgeführt werden, um zu wissen, was den Pflanzen zu einem guten Wachstum fehlt. Denn düngen ist wie das Würzen von Speisen. „Bringt man zu viel davon aus, leiden die Pflanzen. Überdüngung ist schlecht. Versalzene Speisen schmecken ja auch nicht“, sagt Stieler.
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