Garten + Terrasse
In diesen Bildern steckt die Poesie des Gärtnerns Im Botanischen Garten der Stadt Bielefeld verzauberte der Kalifornische Strauchmohn (Romneya coulteri) im vergangenen August mit einer Strahlkraft, die fabelhaft war und trotzdem nicht unerreicht blieb, denn im Sonnengarten des berühmten Château Villandry unweit der Loire-Ufer vermag der auch als Baummohn bekannte Romneya von noch großartigerer Schönheit zu werden. Dort steht er gesäumt von allerlei blaublütigen Sommerstauden wie Rittersporn (Delphinium), Katzenminze (Nepeta) und Salbei (Salvia). Ein magischer Platz, allenthalben einer, der von höchstem Range ist, denn Villandrys „Jardin du soleil“ ist in seiner eleganten Fröhlichkeit unübertrefflich. Jeder Versuch, den Gärtnern dieses Schlossgartens auf heimischem Boden nachzueifern, scheitert, weil er zum Scheitern verurteilt ist. Doch der Wille zählt, auf ihn kommt es an. Und kein Gärtnern ohne Vorbilder.
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Stelle der Veredelung bleibt unbedeckt Für Obstgehölze ist der Herbst – sofern frostfrei – der ideale Zeitpunkt, um gepflanzt zu werden. Das Pflanzloch wird etwa doppelt so groß ausgehoben, wie der Ballen dick ist, um noch frischen Kompost mit einzubringen. Das Wurzelwerk muss ohne Mühe hineinpassen! Zu zweit kann man besser pflanzen, um das Gehölz auch gerade ausrichten zu können. Pfahl nicht vergessen, an dem es angebunden wird. Und: Erde gut antreten, vor allem um den Stamm herum. Kräftiges Wässern ist unverzichtbar. Aber das Wichtigste von allem ist: Die Veredelungsstelle des Gehölzes muss etwa fünf bis zehn Zentimeter über dem Boden sichtbar sein – bloß nicht mit eingraben. ey
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Rasen und Rosen – beide müssen gepflegt werden Das letzte Oktoberwochenende wird noch einmal arbeitsreich. Einerseits sollte der Rasen eine Herbstdüngung bekommen und von nassem Laub befreit werden. Tipp 1 also: Spezielle „Oktoberdünger“ (die bei guter Witterung aber auch noch im November ausgebracht werden können) hält der Fachhandel bereit. Andererseits sollen auch die Rosen im nächsten Jahr wieder einen kräftigen Austrieb haben. Tipp 2 also: Beetrosen werden mit Winterschutz ausstaffiert. Eine Schicht aus Laub und Gartenkompost – etwa 15 Zentimeter dick – sollte reichen. Wichtig ist, dass die Veredelungsstelle verdeckt bleibt. Hochstammrosen erhalten noch ein Leinenvlies. ey
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Letzter Duft eines Sommers Der Lavendel hat wieder reichhaltig geblüht. Die geschnittenen Ähren dienen nun als duftende Erinnerung an den Sommer. In Badezimmern oder Treppenhäusern duftet es verführerisch. Tipp: Die Zweige in Tuch einnähen, damit sie den ganzen Winter über ihre Wirkung entfalten und nicht zerkrümeln.
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Pflanzen im Winterlager: Manche wollen hell stehen, andere dunkel Im Winterlager wird’s wieder eng. Engelstrompeten, Fuchsien, Geranien und Sukkulenten – noch eben waren sie draußen, doch sind sie jetzt schwuppdiwupp an den sicheren, frostfreien Ort gebracht worden. Zwar wird die Temperatur auch am kommenden Wochenende weit vom Gefrierpunkt entfernt bleiben, doch manchmal schreitet Väterchen Frost mit Inbrunst des Nachts einher – und wer dann seine geliebten Pflanzen noch nicht in Sicherheit gebracht hat, kommt nicht immer nur mit dem Schrecken davon, sondern muss sich von besonders empfindlichen Schönheiten wie Zitronenbäumchen oder Brasilianischem Florettseidenbaum plötzlich jäh verabschieden. Nein, solcherlei Pflanzen haben draußen jetzt nichts mehr zu suchen.
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Wenn der Gemeine Efeu blüht… Den Gemeinen Efeu (Hedera helix) schätzen Botaniker für seinen unwiderstehlichen Überlebenswillen. Efeu ist, salopp gesagt, nicht totzukriegen. Selbst dann, wenn er ausgerupft wird (und das sollte man tunlichst sauber und ordentlich machen), kehrt er meistens zurück. Denn schon der kleinste Schnipsel Wurzelwerk reicht ihm, um neu auszutreiben. Ja, selbst ein Stückchen Zweig dient dem immergrünen Gewächs als „Ableger“, um neue Wurzeln zu schlagen. So kann er wahrhaftig zur Gartenpest werden.
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Der Eisenholzbaum Kaum bekannt ist der Eisenholzbaum (Metrosideros excelsus). Das liegt nicht zuletzt daran, dass er im Freiland hierzulande ohnehin kaum winterhart ist, sondern allenfalls als Kübelpflanze, die den Winter über ins frostfreie Gewächshaus kommt, ihren Platz auf Balkon oder Terrasse gefunden hat. Doch selbst ohne Blüten ist die immergrüne Pflanze eine Augenweide. Ein starker Rückschnitt hält den Eisenholzbaum, der im Sommer an sonniger Stelle im Freien stehen will, auf zimmertauglicher Größe. Und wenn er blüht, dann zauberhaft: Unzählige Knospen öffnen sich zu winzigen Blüten. Die eigentliche Attraktion aber sind die langen Staubfäden, die in leuchtendem Karminrot für mehrere Wochen dichte Büschel bilden. jlg
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Zwiebelblumen-Mix fürs Frühlingsbeet Zwiebelblumen – dazu zählen viele Frühlings- und Frühsommerblüher wie Tulpen, Zierlauch, Hyazinthen und Krokusse – müssen nicht Feld für Feld für sich stehen, sondern können sogar sehr gut miteinander kombiniert werden. Dabei sollten klein- und großwüchsige Arten miteinander vermischt werden. Tulpen vertragen sich mit Zierlauch zum Beispiel besonders gut. Ein hübsches Tête-à-tête gehen auch blaue Traubenhyazinthen mit gelb blühenden Krokussen ein. Gartenbesitzer können hier ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Tipp: Den bepflanzten Bereich markieren und fotografieren. Sonst weiß man im nächsten Herbst nicht mehr, wo die Zwiebeln sind… ey
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Kälteschutz und kuscheliges Igelbett: Laub ist ein lebenswichtiges Material Der Herbst hat seine guten Seiten. Einerseits gibt er mit den schwindenden Blütenstauden, die knapp über dem Boden abgeschnitten werden, neue Sichtachsen in den Beeten frei und erlaubt damit stellenweise eine Überplanung des Bestehenden. Andererseits entlaubt diese Jahreszeit alle nicht immergrünen Gehölze. Tausende, Zehntausende, Hunderttausende, ja unzählige Blätter fallen in den Gärten jetzt zu Boden.
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Darauf fliegen noch die Bienen Der Schein trügt nicht: Die Teppich-Nachtkerze (Oenothera speciosa) breitet sich im sonnigen Steingarten tatsächlich aus wie ein Teppich. Angesichts ihrer hübschen Blüte in zartem Rosa – es gibt sie aber auch in strahlendem Weiß – ergibt sich ein apartes Bild. Zwischen den dichten Blattrosetten kommen spitze Knospen hervor, die sich schlussendlich im Herbst zu schalenförmigen Blüten entfalten. So weit, so schön, jedoch muss beim Pflanzen bedacht werden, dass sich die Teppich-Nachtkerze an einem sonnigen Standort und auf durchlässigem Grund binnen zweier Vegetationsperioden schon so massiv ausbreiten kann, dass sie nebenstehenden Pflanzen wie niedrig wachsende Sedum-Arten oder Nelken verdrängt. Deshalb ist es unerlässlich, diesen Steingarten-Eroberer unbedingt in Schach zu halten, indem man einzelne Partien mit einem Spaten oder einem Handspaten absticht.
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Aster la vista: Hier blüht der Herbst Astern – die unterschätzten Gartenschönheiten. Mit ihrem überbordenden Flor tupfen sie noch Ende Oktober Beete aus, in denen sonst Stauden blühen, die schon so weit weg sind wie der Sommer selbst. Sie sind außerdem eine formidable Bienenweide. So spät im Jahr gibt es für die Bestäuberinsekten ja auch nicht viel anderes mehr.
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Schön und schön scharf Aus den Gewächshäusern leuchten die Gewürzpaprika jetzt besonders prachtvoll. Rot, gelb, grün, auberginefarben und sogar fast schwarz, lang und dünn oder kugelrund: Chilis sind schön und scharf. Manche Sorte ist aufgrund ihrer Schärfe für den Verzehr selbst in geringstem Anteil kaum zu verwenden, nicht einmal für Chili con carne. Es gibt einige Habanero-Sorten, die nur mit Handschuhen zu Paprikasalz oder -öl verarbeitet werden sollten. Wenn nicht, dann sind sie immerhin eine Zier für den Nutzgarten. Foto: sas
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Kätzchen für die Bienen – damit es ihnen schmeckt Den wenigsten Menschen ist bekannt, dass die Biene in Deutschland nach Rind und Schwein als das wichtigste Nutztier gilt. Etwa 80 Prozent der mitteleuropäischen Pflanzenarten sind für ihre Vermehrung auf eine Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen. Den Mammutanteil im Bereich dieser Fremdbestäubung leisten die Honigbienen. Kein Obstbauer oder Schrebergärtner könnte ohne sie Äpfel, Birnen, Kirschen oder Erdbeeren ernten.
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Pflanzen, pflegen, kürzen: Es gibt jetzt viel zu tun Es ist schon erstaunlich, wie sommerlich sich der September verabschiedet und wie ebenso sonnig und warm der goldene Oktober beginnt. Damit einher geht die Lust am Gärtnern und Pflanzen weiter und weiter. Bessere Pflanzzeiten als diese gibt es weder für Stauden noch für Gehölze. Einziges Manko: das Wasser. So manche Regentonne ist schon leer. Neuanpflanzungen wollen aber üppig gegossen werden.
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Grüne Tipps Feldsalat und Spinat: Im goldenen Oktober wird nicht nur geerntet, sondern das Feld für neue Ernten bereitet. Und so werden im Nutzgarten jetzt Feldsalat und Spinat gesät, während Rüben, Chinakohl oder auch Knollenfenchel im Erntekorb landen.
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O ja, hier ist echt tierisch was los Mit der Strauchschrecke auf ungeschütztem Terrain rechnet man nicht, doch sie hat sich just zur Rast auf den sonnengewärmten Fliesen der Terrasse niedergelassen. Sproing – weg ist sie, irgendwohin zwischen Ysop und Salbei, wo sie ungestörter ist.
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Glöckchen-Fieber Schneeglöckchen in ihren grün gesäumten weißen Blütenröckchen haben gegen Ende des Winters ihre große Zeit. Wer ihre faszinierende Schönheit erkunden will, muss ihnen nahe kommen – und die Zwiebeln jetzt pflanzen!
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Große Ideen für kleine Gärten Kleine Gärten können ebenso groß herauskommen. Es kommt auf die Unterteilung an. Ideal ist es, wenn man den Garten in kleine Räume unterteilen kann, denn dann ist die Fläche nicht auf einen Blick überschaubar. Dies lässt ihn größer wirken und macht ihn spannender.
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Der dufte Knopfbusch Sowohl für olfaktorischen als auch optischen Genuss sorgt der Knopfbusch (Cephalanthus occidentalis) in den heimischen Gärten. Seine drei Zentimeter großen, strahlendweißen, kugelförmigen Blütenköpfe könnten auch einer tropischen Unterwasserwelt entsprungen sein. Und tatsächlich mag es dieses Gehölz auch feucht; am sonnigen Ufer eines Teichs wird es besonders prachtvoll und im Idealfall rund zwei Meter hoch und ebenso breit.
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