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Genuss ohne Reue: So macht essen Spaß

Während die einen den traditionellen Weihnachtsleckereien entgegenfiebern, denken die anderen schon darüber nach, wie sie die Feiertagspfunde am besten wieder loswerden. Eines ist gewiss: Ein gutes Essen in einem guten Restaurant im heimischen Weserbergland sollte ohne Reue genossen werden. Immerhin haben die vielen Gasthäuser hierzulande besonders Leckeres zu bieten – und treten dabei auch schon mal auf die Fettbremse.

Es darf durchaus der Gänsebraten sein. Gut zubereitet, ist er eine kalorienreiche Wohltat für Leib und für Seele. Ein ausgiebiger Spaziergang am nächsten Tag, eine Joggingrunde oder zwei – mit ein bisschen Bewegung lässt sich die „Sünde“ vom Vorabend, die genau genommen ja keine ist, wieder wettmachen. Wer sich zwischen den Festivitäten viel bewegt, sorgt dafür, die Kalorien ganz nebenbei wieder zu verbrennen. Statt wie üblich dem Fernsehprogramm zu folgen und dabei Christstollen zu essen, lohnt es sich, aktiv zu werden.

Wer weniger fettreich essen und trotzdem lukullisch voll auf seine Kosten kommen will, entscheidet sich für mediterrane Küche. Viel Gemüse, helles Fleisch, ein Glas trockener Weißwein dazu – die leichte Gaumenfreude ist ein Genuss. Mit anderen Worten: Zahlreiche Restaurants in der Region bieten eine ideenreiche Küche, deren Geschmacksträger nicht allein von vielem Fett gekennzeichnet ist. Es muss nicht der obligatorische Gänsebraten mit Rotkraut und Knödeln sein, der ein Weihnachtsessen vollmundig macht. Die Südeuropäer aus Italien, Frankreich oder auch Spanien machen es vor: Sie genießen schlankere Feiertagsmenüs mit Muschelsalat zur Vorspeise, Edelfisch oder Wildfilet als Hauptgericht und Papaya-Parfait oder glasierter Ananas zum Dessert. Und wer jetzt glaubt, er müsse dafür verreisen, irrt: Küchenchefs aus dem Weserbergland bieten eine Fülle solcher und ähnlicher Ideen.

Oft ist der weserbergländischen Küche vorgehalten worden, eine eigene Identität vermissen zu lassen. In der Tatsache, durch viele europäische und heimische Einflüsse nach allen lukullischen Künsten der Verführung zu begeistern, liegt aber gerade ihr großes Plus. Probieren Sie’s, Sie werden die Qualität schmecken. Feiertage leben schließlich vor allem vom guten Essen.

jlg/djd

Wer sich an die Essgewohnheiten unserer südlichen Nachbarn hält, muss übers Fest nicht zunehmen. Andererseits gehören auch die Gans und andere fettreichere Speisen zur Tradition des Weihnachtsessens – gerade in heimischen Gasthäusern, wo die Mahle köstlich zubereitet werden. Foto: djd/Cefamagar

Artikel vom 15.10.2011 - 04.17 Uhr
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