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Das Wembley-Tor kommt wie ein Bumerang zurück

Er fliegt und fliegt und fliegt – ins Tor. Erst unter die Latte, einen gefühlten Meter hinter die Linie , dann wieder nach oben und dann in Neuers Arme. Der Schiedsrichter hat es nicht besser gesehen, gibt Abstoß anstatt Abstoß für England. Die Briten sprechen von einem Skandal, die Deutschen von Gerechtigkeit. Denn 1966 gewannen die Engländer in der Verlängerung des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft durch das sogenannte Wembley-Tor: In der 101. Minute prallte der Ball von der Unterkante der Latte des deutschen Tores auf den Boden und wurde dann von dem deutschen Verteidiger Wolfgang Weber ins Toraus geköpft. Der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst entschied nach Rücksprache mit dem sowjetischen Linienrichter Tofiq Bahramov auf Tor. Dabei war der Ball nicht drin. Und England gewann. Jetzt war der Ball zwar drin, aber es wurde kein Tor gegeben und Deutschland gewann das WM-Achtelfinale gegen England.

Artikel vom 12.07.2010 - 16.27 Uhr
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