Motormarkt
Ab dem 1. Juli darf sich jeder eine Nummer steckenNachdem die Verordnung zur Änderung der Kfz-Zulassungsverordnung noch im Januar im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde, steht der Termin zur Einführung des Wechselkennzeichens jetzt fest: Ab 1. Juli darf nach Österreich und der Schweiz auch in Deutschland umgesteckt werden, sprich: Autofahrer können dann auch hierzulande mit nur einem Nummernschild wechselweise mit unterschiedlichen Fahrzeugen am Straßenverkehr teilnehmen.
In Deutschland darf das Wechselkennzeichen vorerst nur für zwei Fahrzeuge zugeteilt werden. Und zwar innerhalb der EU-Fahrzeugklassen M 1 (Pkw und Wohnmobil), L (Motorräder) und 0 1 (Anhänger bis 750 Kilogramm). Die Wechselkennzeichen gibt es ab Mitte des Jahres bei den örtlichen Zulassungsstellen. Je Zulassungsantrag entstehen einmalige Verwaltungsgebühren von rund 65 Euro. Die Kosten für zwei vollständige Nummernschildsätze liegen bei rund 40 Euro.
Steuerliche Vergünstigungen sind vorerst noch nicht vorgesehen. Laut ADAC können Autofahrer aber mit Vorteilen bei der Kfz-Versicherung rechnen. So hat die ADAC Autoversicherung AG einen speziellen Tarif entwickelt. Autofahrer, die sich für ein Wechselkennzeichen entscheiden, profitieren dadurch von attraktiven Versicherungsbeiträgen. Die wichtigsten möglichen Wechsel-Kombinationen wie folgt:
Klasse M 1 (Pkw bis zu acht Sitzplätzen plus Fahrersitz sowie Wohnmobile):
Pkw – Pkw Pkw – Wohnmobil Pkw – Oldtimer
Oldtimer – Oldtimer Wohnmobil – Wohnmobil
Oldtimer – Wohnmobil Klasse L (Motorräder):
Motorrad – Motorrad Motorrad – Quad und Trike
Motorrad – Leichtkraftrad Klasse 01 (Anhänger):
Anhänger – Anhänger (je bis 750 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht) ots