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Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in Hameln

Staatsanwaltschaft: 26-Jähriger bei Fluchtversuch tödlich verunglückt
Polizeischutz für das Klinikum: Auch gestern wurde das Krankenhaus von Sicherheitskräften bewacht. ube
Polizeischutz für das Klinikum: Auch gestern wurde das Krankenhaus von Sicherheitskräften bewacht. Foto: ube

Hameln (ube). Nach dem tödlichen Fenstersturz und den Tumulten vor dem Hamelner Amtsgericht und dem Sana-Klinikum, bei dem nach Angaben der Polizei 14 Beamte durch Steinwürfe und Pfefferspray verletzt wurden, hat die Inspektion Verstärkungskräfte angefordert und die Sicherheitsmaßnahmen in Hameln verschärft: Auch am Donnerstag waren die blau-weißen Transporter der bereits am Mittwochnachmittag nach Hameln gerufenen Bereitschaftspolizei überall im Stadtbild zu sehen. In der Nacht sei es zu keinen weiteren Ausschreitungen gekommen, teilte Oberkommissar Jens Petersen mit. Die Lage ist allerdings unklar; die heimische Polizei will auf alles vorbereitet sein.

Einer Quelle zufolge handelt es sich bei dem Clan um Mitglieder sogenannter Mhallamiye-Kurden. Die meisten Mardelli kamen während des Bürgerkrieges im Libanon nach Deutschland. Die Familienmitglieder haben türkische, libanesische und deutsche Pässe. Bei einigen (so auch bei dem ums Leben gekommenen 26-Jährigen, der in Hameln geboren wurde) ist die Staatsbürgerschaft offiziell ungeklärt.

Die Todesursachen-Ermittlungen hat die Polizeiinspektion Hildesheim übernommen. Erste Zeugen wurden bereits vernommen. Wer Angaben zu dem tödlichen Sturz machen kann, wird gebeten, die Beamten zu kontaktieren. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 26 Jahre alte mutmaßliche Räuber bei einem Fluchtversuch ums Leben gekommen ist.

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