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Sonnenhut in seiner ganzen Pracht: Mal gelb, mal purpur – immer schön!

Echinacea und Rudbeckia gehören zu den wichtigsten Blühern im Staudenbeet

Sonnenhut ist nicht gleich Sonnenhut. Der eine heißt Rudbeckia, der andere Echinacea. Der eine blüht zumeist knallgelb, der andere purpurfarben oder blassrosa. Der eine ist ’ne wahre Bienenweide, der andere noch dazu ein Schmetterlingsverführer. Beide sind deshalb großartig und gehören in jedes sommerlich blühende Staudenbeet.

Sonne brauchen Sie, Sonne satt. Dann klappt’s unter Garantie mit einer reichhaltigen Blüte. Selbst wer keinen Garten sein Eigen nennen kann, wird den Begriff Echinacea sicher schon gehört oder in einer Packungsbeilage gelesen haben. Denn die Wirkstoffe des Roten Sonnenhuts werden in Arzneimitteln verwendet (zum Beispiel Sinupret). Echinacea purpurea ist als Heilpflanze seit langer Zeit bekannt. Bereits die Indianer Nordamerikas nutzten ihn angeblich gegen Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündung. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die sich an den festen, fast stacheligen Blütenständen laben, sind ja auch nie erkältet…

Eine gesundheitlich positive Wirkung erzielt der Rote Sonnenhut aber ohnehin schon, wenn man ihn nur anschaut. Die herrlich farbigen großen Blüten, die an bis zu 140 Zentimeter hohen Stängeln sich entfalten, sind eine Augenweide und erfreuen das Herz eines jeden Betrachters. Und jedes Jahr werden sie prachtvoller, denn der Sonnenhut gehört zu den Staudenpflanzen und entwickelt sich an einem sonnigen Standort in tiefgründigem, durchlässigen Boden über die Jahre hinweg prima. Die Pflegemaßnahmen sind denkbar einfach: Abgeblühte Köpfe werden entfernt, damit weitere „nachschießen“ können. Erfreulich ist außerdem, dass die einzelnen Blüten sehr lange halten, selbst bei großer Trockenheit sehen sie mindestens zwei Wochen richtig frisch aus.

Bei den Rudbeckia-Sorten, die im Gegensatz zum Purpur-Sonnenhut mit Pfahlwurzeln sehr viel tiefer im Erdreich verankert sind, gilt dasselbe Pflegeprinzip. Jedoch hat der umsichtige Gartenbesitzer hier etwas mehr zu tun, weil die Anzahl der Blüten zumeist sehr viel höher ausfällt als bei Echinacea. Sonnengelbe Blätter säumen schwarze Augen von Juli bis September; fast erinnern sie an Sonnenblumen. Rudbeckia-Sonnenhüte sind ebenfalls sehr anspruchslose Pflanzen, die breitbuschig wachsen. Besonders hübsch und weit verbreitet ist die Sorte „Goldsturm“. Ihr kräftiges Gelb harmoniert gut mit dem tiefen Blau des Rittersporns, dem Stahlblau der Edeldisteln und dem reinen Weiß der duftenden Kaiserlilie.

Dieses Tagpfauenauge hat es sich auf der Blüte eines Roten Sonnenhutes (Echinacea purpurea) gemütlich gemacht und beschirmt auch noch eine Erdhummel. Die Blüten des Roten Sonnenhutes sind bei Schmetterlingen und Hummeln besonders beliebt. Der Gelbe Sonnenhut (Rudbeckia, kleines Bild) ist eine ebensolche Augenweide und belebt jedes Staudenbeet mit seinem Erscheinungsbild und ist überdies eine sehr gute Schnittblume für die Vase.

Foto: ey / PdM

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