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Kommentar Hameln
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Schallende Ohrfeige

Stadt vergrault ihre Gäste

Für Stadtmanager Dennis Andres muss das Agieren der Stadt zur schallenden Ohrfeige geworden sein. Da stellt die vierte „Mystica Hamelon“ alle vorausgegangenen Mittelalter-Veranstaltungen der Rattenfängerstadt in den Schatten, lockt Touristen in Scharen an und die Verwaltung hat nichts Besseres zu tun, als die städtischen Ordnungshüter zum Wochenenddienst zu vergattern, um Knöllchen zu schreiben. Und das für gerade mal 900 Euro, die nun auf diesem Wege in den Stadtsäckel geflossen sind.

Der Imageschaden aber ist enorm und zudem kein Aushängeschild für die Einkaufsstadt Hameln. Statt die Tagesgäste freundlich zu empfangen, anstelle eines Straftickets die freundliche Bitte hinter den Scheibenwischer zu klemmen, beim nächsten Mal doch bitte eines der Parkhäuser aufzusuchen, werden Besucher vergrätzt. Und zwar nicht, weil sie widerrechtlich Feuerwehreinfahrten blockierten, sondern ihre Fahrzeuge – sicher auch mangels Ortskenntnis und voller Parkhäuser – auf freier Fläche beispielsweise auf dem Rathausplatz abgestellt hatten. Der Aufwand der HMT, mit teurer Werbung Hameln in den Blickpunkt des überregionalen Interesses zu rücken, ist damit gehörig konterkariert worden. Es wäre besser gewesen, die „Knöllchen-Schreiber“ hätten auch an diesem Wochenende freigehabt oder einfach nur mal weggesehen.

Und warum soll bei Großveranstaltungen nicht gelten, was zum Hamelner Weihnachtsmarkt inzwischen Usus geworden ist? Das Parken auf dem noch nicht einmal denkmalgeschützten Rathausplatz. Es herrscht dringender Gesprächsbedarf.

h.j.weiss@dewezet.de KOMMENtAR

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