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Plattdeutsch als Unterrichtsfach - Schulen tun sich schwer

Das Kultusministerium möchte, dass Plattdeutsch künftig zu einem Unterrichtsfach wird. Die Schulen im Landkreis stehen dem Erlass skeptisch gegenüber.

Hameln-Pyrmont (joa). Plattdeutsch soll an niedersächsischen Schulen stärker gefördert werden. Ein Erlass des niedersächsischen Kultusministeriums sieht seit zwei Jahren vor, dass bereits ab dem vorschulischen Bereich Plattdeutsch als regionale Sprache an Kinder und Jugendliche vermittelt wird. In vielen Schulen im Norden des Landes wird das Fach schon angeboten, im Landkreis Hameln-Pyrmont tut man sich mit der Umsetzung schwer.

Mit einem Aufruf hat sich die Niedersächsische Landesschulbehörde daher jetzt in den Landkreisen Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden auf die Suche nach Plattdeutsch-Beratern gemacht. Die Schulen jedoch bleiben skeptisch, die Gegenargumente sind zahlreich. Ein Beispiel: Am Hamelner Schiller-Gymnasium ist Plattdeutsch nach Aussage von Direktor Andreas Jungnitz derzeit kein Thema. Zum einen, weil der Landkreis „schon lange keine Region mehr ist, in der Plattdeutsch gesprochen wird“, zum andern, weil die Stundentafeln angesicht der Schulzeitverkürzung ohnehin gut gefüllt seien. 

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