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Unternehmen feiert beste Saison seiner Geschichte / Umsatz im Geschäftsjahr bei knapp 70 Mio. Euro

Neudorff hebt ab – mit Rekord im Krisenjahr

Emmerthal/Aerzen (cb). Das Emmerthaler Unternehmen Neudorff befindet sich kräftig im Aufwind. Und wenn heute Abend und morgen früh bei passendem Wetter ein Ballon mit der Sonnenblume als Werbesymbol und dem Firmennamen an der Versuchsgärtnerei in Aerzen abhebt, dann hat das einen besonderen Grund. Der Spezialist für umweltschonende Pflanzenschutzmittel natürlichen Ursprungs und organische Dünger blickt auf eine gute Saison zurück. Wenn das Wirtschaftsjahr Ende September schließt, wird der Umsatz bei knapp 70 Millionen Euro liegen. „Es war bislang die beste Saison in der Geschichte von Neudorff“, berichtet Sabine Klingelhöfer, in dem Unternehmen für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Darum haben wir guten Grund zum Feiern.“

veröffentlicht am 16.09.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 02:41 Uhr

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Vor allem umweltschonende Präparate für den Hobbygärtner bilden die Produktlinie, ebenso für den Einsatz im ökologischen Garten- und integrierten Pflanzenbau. Und dabei war 2010 weder ein Schnecken- noch ein Blattlaus-Jahr. Besonders gegen diese Schädlinge bietet das Unternehmen ja Produktgruppen, mit denen es einen großen Teil des Umsatzes macht. „Trotzdem sieht es für Neudorff gut aus“, so Sabine Klingelhöfer. „Wir sind Marktführer in Deutschland mit unseren naturgemäßen Pflanzenschutzmitteln, und das in einem Markt, in dem sich Bayer und andere Großindustrie tummeln. Darauf sind wir stolz.“ Der Trend zu umweltschonenden Produkten sei ungebrochen. „Und da hat Neudorff einfach ein sehr gutes Image“, meint die Pressesprecherin. Zwar würden Wettbewerber wie Bayer durchaus auch mit Produkten auf natürlicher Basis auf den Markt kommen, dennoch, so fügt sie hinzu: „Die setzen sich einfach nicht durch und verstauben in den Regalen. Wir vermuten, es liegt daran, dass der Verbraucher es einem Chemieriesen einfach nicht abnimmt, dass er auf einmal wirklich umweltschonende Produkte auf den Markt bringt.“

Zu dem Verwaltungs- und Produktionssitz in Emmerthal gehört eine Produktionsstätte in Lüneburg. In der modernen Versuchsgärtnerei mit Gewächshäusern und Freilandflächen in Aerzen im Gewerbegebiet Blankschmiede entwickelt das Unternehmen viele Produkte und bringt sie zur Praxisreife. Insgesamt sind bei Neudorff etwa 120 Mitarbeiter beschäftigt, 30 Mitarbeiter sind zusätzlich im Außendienst tätig.

Wichtige Exportländer sind die Niederlande, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien, Polen, Tschechien, USA, Kanada, Südafrika, Japan, Australien und Brasilien. Laut Unternehmen hat das neue Rasen-Unkrautmittel „Fiesta“ in Nordamerika einen großen Beitrag zum Umsatz geleistet. „In Kanada sind wir damit Marktführer, in den USA liegen wir auch ganz weit vorn“, berichtet die Pressesprecherin. In Deutschland sei das Unkrautmittel trotz der umweltschonenden Wirtstoffe jedoch noch nicht zugelassen, da die Gesetzgebung hier strenger sei als in Nordamerika.

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Und was den Rekordumsatz angeht, da gilt für Neudorff offenbar eine andere Logik, während andere Unternehmen unter der weltweiten Finanz- und die Wirtschaftskrise litten. Sabine Klingelhöfer: „Die Wirtschaftskrise hat uns eher gut getan.“ Die Produkte zählten zu den niedrigpreisigen Konsumgütern. „Die Verbraucher haben sich eher den Zweiturlaub gespart und haben dafür ihr Geld mehr im Garten angelegt.“

Damit der Aufwind weiter anhält, dafür soll übrigens der Ballon als Werbeträger mit dienen. Neudorff hat in diesem Jahr die Hülle gekauft, und das Ballonfahrt-Unternehmen nutzt diese für seine eigenen Fahrten. Außerdem gibt es einige Fahrten mit ausgewählten Fachhändlern im ganzen Bundesgebiet.

Seit diesem Jahr wirbt Neudorff mit einem Ballon für seine Produkte. Wenn das Wetter stimmt, soll er heute und morgen übrigens von Aerzen aus starten.



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