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Es geht um ein Menschenrecht

Mit einer Rollstuhlrampe ist es nicht getan

Es geht um nicht mehr und nicht weniger als ein Menschenrecht. Denn Inklusion ist ein Menschenrecht. Jeder Mensch hat ein Recht auf „Inklusion“, also darauf, ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein. So steht es in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die seit 2009 auch in Deutschland gilt. Stellt sich die Frage, warum in anderen Ländern – beispielsweise Italien, wo es schon lange keine Sonderschulen mehr gibt, – längst funktioniert, womit wir uns noch so schwer tun. Inklusion ist nicht teurer, die Gelder müssen nur anders verteilt werden.

Das Thema ist es wert, in die Tiefe zu gehen, und nicht aus Angst, der Gemeinde könnte unterstellt werden, sie sei nicht auf der Seite der „Schwachen“, lieber zu schweigen. Inklusion teilt eben nicht in „Starke“ und „Schwache“, sondern meint, dass jeder in seiner Eigenart innerhalb der Gesellschaft als Teil des Ganzen leben kann. Eine Rollstuhlrampe macht noch lange keine Inklusion – gefragt ist vor allem eine entsprechende Personalausstattung. Diese Aufgabe kann sicherlich nicht allein vor Ort bewältigt werden. Insofern hat Stenger recht: Das Konzept der Landesregierung zur Inklusion ist halbherzig und wird schiefgehen.

k.hasewinkel@dewezet.de KOMMENtAR

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