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Kommentar Hameln
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Das Ergebnis zählt

Neue Fußgängerzone überzeugt

Es war für Jahre so etwas wie Hamelns „Stuttgart 21“: Über kein Thema der jüngeren Vergangenheit wurde in der Stadt so leidenschaftlich gestritten. Mehr als 11 300 Hamelner stimmten vor vier Jahren beim Bürgerentscheid gegen die Sanierung. Und nun? Alles vergessen? Wohl nicht alles, aber vieles: Denn die heftige Debatte war zu großen Teilen von Emotionen bestimmt. Und Emotionen – positiver Art – wecken nun auch die sanierten Einkaufsstraßen. Schön sind sie geworden. Die Arbeiter machten ihren Job zur Beruhigung der zahlreichen Baustellenkiebitze sorgfältig. Nicht zu handeln, und das ältliche und ramponierte Pflaster zu lassen, wie es war, wäre indes für die Stadt – auch wirtschaftlich betrachtet – keine vernünftige Option gewesen. Ob der Kostenrahmen von fünf Millionen Euro auch kleiner hätte ausfallen können, sei dahingestellt – immerhin: Er wurde – so die jüngsten Aussagen – eingehalten. Und das gilt bei öffentlichen Großprojekten längst als bemerkenswerte Leistung.

Vor allem aber zeigte die Verwaltung, dass sie aus dem PR-Desaster in der Planungsphase gelernt hat. Man bemühte sich um Transparenz, installierte gar eine „Sanierungs-Kümmererin“. Das Baustellenmanagement konnte sich letztlich sehen lassen. Sogar Großveranstaltungen gingen – mit zumeist verkraftbaren Einschränkungen – über die Bühne.

Ernstlich zu leiden hatte unter der Bauphase allein der Handel. Wenn es nun aber darum geht, Umsatzeinbrüche auszubügeln, würden Diskussionen darüber, was vor oder während des Baus alles anders hätte laufen können, wenig helfen. Lehren für künftige Projekte dürfte die Stadt dennoch ziehen. f.henke@dewezet.de

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